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- Vater, vergib

Die Versöhnungsarbeit der Nagelkreuzgemeinschaft

Nach dem deutschen Bombenangriff auf Coventry im November 1940 rief der Dompropst der Stadt in einer Radioandacht zur Versöhnung auf mit den Worten: "Vater vergib". Aus drei mittelalterlichen Zimmermannsnägeln der zerstörten Kirche wurde ein Kreuz geformt: das Nagel-Kreuz. Nach dem Krieg entstand ein Netzwerk von Gemeinden und Gruppen: Weltweit sind es jetzt rund 200, in Deutschland über 70.

Im Mittelpunkt steht die Versöhnung. Die Nagelkreuzgemeinschaft will die Wunden der Geschichte heilen, mit Verschiedenheiten leben und an einer Kultur des Friedens bauen. Aber ist das immer möglich, etwa im ehemaligen Konzentrationslager Dachau, wo eine Nagelkreuzgemeinschaft zur Versöhnung aufruft? Oder in Hanau, wo eine evangelische Gemeinde nicht nur der Opfer der rassistischen Morde gedenkt?

Von Michael Hollenbach