Häusliche Gewalt © Maurizio Gambarini
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- Wenn die Gewalt nicht aufhört

Wie Familiengerichte versagen

Wenn die Eltern sich trennen, sind vor allem Kinder die Leidtragenden. Besonders, wenn häusliche Gewalt dahinter steckt. Fast 600.000 Mal jährlich entscheiden Familienrichter in Deutschland über Streitfälle wie zum Beispiel das Sorgerecht. Doch werden die Opfer von Gewalt ausreichend geschützt? Hat die Rechtsprechung das Kindeswohl im Blick? Häufig nutzen einstige Täter die vom Gericht festgelegten Umgangsrechte, um ihre Opfer weiterhin zu bedrohen.

Familienrichtern mangelt es teilweise an grundlegenden Kenntnissen zu Kindschaftsrecht, Pädagogik oder Partnergewalt, kritisieren Berater bei der Diakonie, Elternverbände und sogar Familienrichter selbst. Wie kann es sein, dass diejenigen, die Entscheidungen in einem so sensiblen Bereich treffen, dafür nicht ausreichend qualifiziert sind? Und warum handelt die Politik nicht, obwohl das Problem lange bekannt ist?

Von Jana Göbel und Ansgar Hocke