Schlafüberwachung: Probandin eines neurophysiologischen Schlaflabors; © imago/photo2000
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Von Anne Krüger - Supermarkt

In Doros Welt ist das Träumen verboten. Doch Doro träumt. Einen Albtraum. Sofort schlägt der Arm des Gesetzes zu. Von nun an wird ihr Schlaf überwacht.

Im Schlaf ruht das Bewusstsein. Das Unbewusste kann erwachen, sich gewaltsam Bahn brechen und ehe man sich dessen versieht, ist man aufs Chaos-Karussell gestiegen, verstößt man gegen das System, boykottiert man die Ordnung, ist man einer von denen, die auf der dunklen Seite des Gesetzes stehen: ein Rebell.

Wie soll man in einer Welt leben, in der es keine Träume mehr gibt? Doro und Bronsky tun es einfach, wie alle Bürger des Landes: Von 8 bis 17 Uhr arbeiten sie, von 18 bis 22 Uhr schauen sie fern, Abendbrot gibt es um 17.30 Uhr. Bis Doro eines Tages zu träumen beginnt: "Mein Traum ist eine Art Wurmloch und mit jeder Nacht saugt es mich tiefer in sich hinein."

Natürlich fliegen sie auf. Ein Hauptkommissar zieht bei ihnen ein und überwacht ihren Schlaf. Nachts schlafen die beiden verdrahtet, tagsüber schläft der Kommissar auf seiner Matratze und abends sehen sie gemeinsam fern. Der unbehagliche Mitbewohner ist unauffällig wie ein Möbelstück, nichts scheint sich geändert zu haben. Oder doch?

Mit Mira Partecke, Heiko Raulin, Bjarne Mädel, Gottfried Breitfuß, Heinrich Giskes, Irm Hermann

Regie: Andrea Getto
Produktion: hr 2018