Die Don Quijotinnen – Franziska Kleinert, Martina Hesse und Claudia Lietz als Mütter; © rbb/Jan Lehmann
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Ein biografisches Hörspiel von Ulrike Müller - Die Don Quijotinnen oder Was kostet die Kindheit?

Alleinerziehende und ihr Kampf gegen Windmühlenräder

"Also heute ist der 26. September und ich fahre mit Frau E. durch Jena." - "Okay, aber eigentlich darf das nicht rauskommen, dass ich das bin, du müsstest das mit Jena ändern."

Drei alleinerziehenden Müttern wird im Rahmen einer kafkaesken Gerichtsverhandlung der Prozess gemacht. Sie versuchen ihr Lebensmodell zu verteidigen, doch ein Gefühl des Ungenügens in ihren Bemühungen bleibt: sowohl ihren Kindern als auch ihrem Job gegenüber. Tatsächlich können Alleinerziehende ihren Erziehungsauftrag in der Regel nur zu Lasten der Karriere leisten. Das heißt, dass ein Drittel der alleinerziehenden Familien von Armut bedroht sind bzw. 40 % auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind. Was in der Konsequenz bedeutet, dass Kinder von Alleinerziehenden in ihrer Lebensplanung deutlich benachteiligt sind.

Die Don Quijotinnen – Chor der Kinder; © rbb/Jan Lehmann
Chor der Kinder | Bild: rbb/Jan Lehmann

Wie bereits in ihren preisgekrönten Vorgängerstücken "Das Projekt bin Ich" und "Lieber Nicolas Berggruen" hat die Autorin zunächst zahlreiche Interviews mit Betroffenen geführt. Aus diesem dokumentarisch-biografischen Material haben die Schauspieler:innen in einem zweiten Schritt ihre Texte entwickelt. Das alles auf der Folie einer Spielanordnung, in diesem Fall eben einer fiktiven Gerichtsverhandlung.

Mit

Franziska Kleinert, Martina Hesse, Claudia Lietz, Alexander Schröder, Jean Luc Caputo, Annedore Bauer sowie Aurelie, Bruno, Clara, Elias, Helene, Lionel und Oskar

Von Ulrike Müller

Regie: die Autorin
Pianistin: Aykao Matuschka
Produktion: rbb 2021

- Ursendung -

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