Ausstellung laut Die Welt hören im Humboldt Forum
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- Alte Töne, neues Zuhause

Wie das Berliner Lautarchiv sich auf den Umzug ins Humboldt Forum vorbereitet
Von Susanne Gugel und Thorsten Gabriel

Die Sprachen der Welt in einem Museum der Stimmen konservieren – das war vor rund 100 Jahren die Idee des Berliner Sprachwissenschaftlers Wilhelm Doegen. Tausende Sprachproben nahm er auf, vor allem von Kriegsgefangenen, aber auch von prominenten Zeitgenossen wie Friedrich Ebert oder Max Planck.

Weniger bekannt ist, dass Doegen auch Verbrecherstimmen sammelte, um Polizeischülern vorzuführen wie Kriminelle klingen. Das Interesse an den mehr als 7.000 mittlerweile digitalisierten Exponaten ist weltweit groß. Um die Geschichte der teils ethisch fragwürdigen Aufnahmen weiter erforschen zu können, will sich das Lautarchiv im Humboldtforum besser vernetzen.