Stuhlkreis
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- Das Lesen zieht Kreise

Zirka 70.000 Gruppen gibt es im deutschsprachigen Raum, in denen sich Leserinnen und Leser über ihre Lektüreerlebnisse austauschen.

Leserinnen und Leser treffen sich Schätzungen zufolge im deutschsprachigen Raum in 70.000 Gruppen, um sich über ihre Lektüreerlebnisse auszutauschen. Oft geht die Initiative von Frauen aus, denn sie lesen mehr als Männer und sind kommunikationsfreudiger.

Lesekreise sind beständig, weil es neben dem literarischen Austausch auch gemeinsame Theater- und Filmbesuche gibt, weil man zusammen isst und zu Literaturorten reist.

Kerstin Hämke beantwortet in ihrem Handbuch „Ein gutes Buch kommt selten allein“ Fragen wie: Welche Bücher eignen sich zur Diskussion? Braucht es einen organisatorischen Rahmen und eine Moderation? Die heutigen Lesekreise knüpfen an die literarischen Salons von Rahel Varnhagen und Henriette Herz an.

Bücher zum Thema:

Verena von der Heyden-Rynsch: Europäische Salons. Höhepunkte einer versunkenen weiblichen Kultur, rororo Sachbuch, Artemis & Winkler Verlags GmbH, München 1992

Thomas Böhm: Das Lesekreisbuch, Eine Anleitung, Berliner Taschenbuch Verlag, Bloomsbury Verlag GmbH, Berlin 2011

Kerstin Hämke: Ein gutes Buch kommt selten allein. Das große Lesekreis-Handbuch, Verlag Kiepenheuer & Witsch, 2018