zibb-Tipp: Endspiel von Samuel Beckett im BE, Quelle: rbb
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Zum 30. Todestag des Dramatikers - Game Over?

Endspiele ohne Ende im Theater des Samuel Beckett

Paris 1953. Im kleinen Theatre Babylone wird ein rätselvolles Stück des irischen Autors Samuel Beckett uraufgeführt: "Warten auf Godot". Es ging weit über das Absurde Theater – wie es damals nicht nur in Frankreich Mode war – hinaus. Beckett entdeckte für die Bühne das absolute Geworfensein des Menschen: einen sinnlosen Endzustand, der sich in Stücken wie "Endspiel" oder "Glückliche Tage" oder "Das letzte Band" fortsetzte.

In Berlin hat der auch als Lyriker und Prosaautor aktive Meisterdramatiker am Schiller-Theater 1965 die Aufführung von "Warten auf Godot" mit seinem geduldigen Rat unterstützt und einige Jahre später sogar selbst Regie geführt.

Bis heute, 30 Jahre nach seinem Tod, beweisen Inszenierungen von Beckett-Texten die ungebrochene musikalische Kraft seiner unvergleichlich präzisen Sprache.

Von Eberhard Spreng