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- Cécile Wajsbrot liest "Zerstörung"

Das Literarische Colloquium Berlin zieht zu rbbKultur ins Radio und ins Internet

In Cécile Wajsbrots neuem Roman geschieht Ungeheuerliches: Ein diktatorisches Regime ist an der Macht, dass niemandem anders den Kampf ansagt als der Erinnerung selbst. Eine Diktatur macht sich breit, die alles auslöschen möchte, das älter ist als zehn Jahre, Kunst und Gedächtnis werden systematisch ausgelöscht, die Spuren der Geschichte verschwinden. Eine Ich-Erzählerin sitzt in ihrer Wohnung in Paris und spricht nachts einen mysteriösen Soundblog für einen Unbekannten.

Cécile Wajsbrot, geboren 1954 in Paris, hat sich schon in vielen Romanen damit beschäftigt, wie die Vergangenheit die Gegenwart und demnach auch die Zukunft beeinflusst, in "Zerstörung" (aus dem Französischen von Anne Weber, Wallstein, 2020) malt sie das radikale Bild einer beklemmenden Dystopie, in der es der Vergangenheit an den Kragen geht, insbesondere den Künsten und der Literatur.

Die Autorin liest und spricht mit Anne-Dore Krohn über ihr Leben in Zeiten von Corona, die gefährlichen Seiten der Sehnsucht nach Utopie und ihre Suche nach der dritten Dimension beim Schreiben.

Die 12. Folge unserer Kooperation mit dem Literarischen Colloquium Berlin.

Cécile Wajsbrot: Zerstörung © Wallstein Verlag
Wallstein Verlag

Cécile Wajsbrot: "Zerstörung"

Wallstein Verlag, 2020

Gebunden, 230 Seiten
20,00 Euro

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