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- Monika Helfer liest "Die Bagage"

Das Literarische Colloquium Berlin zieht zu rbbKultur ins Radio und ins Internet

Was macht es mit einem Kind, wenn der Vater nicht mit ihm spricht? Und wie viel Schönheit ist noch auszuhalten? Monika Helfer schreibt in "Die Bagage" über ihre Mutter Grete, die vielleicht ein Kuckuckskind war, ihre wunderschöne Großmutter Maria und die Familie am Rande eines Bergdorfes im Ersten Weltkrieg.

Als Josef, der Großvater an die Front muss, bleibt die schöne Maria allein mit den Kindern zurück. Viele Männer machen ihr den Hof, u.a. der Bürgermeister und ein Fremder aus Hannover. Und als Josef wieder zurückkommt, ist ein Kind auf die Welt gekommen, Grete, und im Dorf wird viel darüber spekuliert, wer der Vater ist.

Was aber ist Wahrheit und was Lüge? Wieviel kann man rekonstruieren, was dazuerfinden und wie lange muss man warten, bis man die eigene Familiengeschichte aufschreibt? Mit Anne-Dore Krohn spricht Monika Helfer über das Verhältnis von Fakt und Fiktion, das heillose Durcheinander der Erinnerung und ihre ganze "Bagage".

Eine neue Folge unserer Reihe in Kooperation mit dem Literarischen Colloquium Berlin.

Zur Autorin

Monika Helfer

wurde 1947 in Au im Bregenzerwald geboren und lebt in Hohenems in Vorarlberg. Sie hat viele Romane und Erzählungen veröffentlicht und u.a. das Robert-Musil-Stipendium und den Österreichischen Würdigungspreis für Literatur erhalten.

Zum Buch

Monika Helfer: Die Bagage © Hanser Literaturverlage
Hanser Literaturverlage

- Monika Helfer: "Die Bagage"

Hanser, 2020
Gebunden, 160 Seiten

19,00 Euro

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