Bärbel Bohley © imago images/Christian Thiel
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- "Ich bin immer eine Trümmerfrau gewesen"

Ein Porträt von Bärbel Bohley

Nach ihrer zweiten Verhaftung wird die Malerin Bärbel Bohley 1988 aus dem Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen für ein halbes Jahr in die Bundesrepublik und nach England abgeschoben. Sie ist als Initiatorin der Gruppen "Frauen für den Frieden" und "Initiative Frieden und Menschenrechte" ins Visier der Staatssicherheit geraten. Im August 1988 kehrt sie in die DDR zurück.

Während ihres Aufenthaltes im Westen hat sich Bärbel Bohley Gedanken über die Zukunft der Opposition gemacht. Ihr ist klar geworden, dass diese den Schutzraum der Kirche verlassen muss, um etwas im Lande zu verändern. Es sind dies die ersten Überlegungen zur Gründung des "Neuen Forums", das sich im Laufe des Jahres 1989 formiert.

Bärbel Bohley blickt auf das Jahr 1989 zurück und beschreibt ihren Lebensweg, der im Mai 1945 im zerstörten Berlin begann.

Von Doris Liebermann

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