In der Grabeskirche in Jerusalem (Israel) befindet sich hinter einem Fenster der Originalfels der Höhle, in der Jesus beerdigt worden sein soll; © dpa/Stefanie Järkel
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Zum Tod von Uta Ranke-Heinemann - Legenden um ein leeres Grab

Vom Glauben an die Auferstehung

"Am dritten Tage auferstanden von den Toten" – für moderne Christen ist dieser Satz meist nur ein Lippenbekenntnis. Kaum jemand glaubt heute tatsächlich, dass Tote wieder lebendig werden können.

Zu Zeiten Jesu dagegen rechnete noch die Mehrheit der Juden mit einem Weiterleben nach der Auferstehung am Jüngsten Tag. Für die frühen Christen propagierte der Apostel Paulus die Auferstehung als Botschaft Christi, obwohl er dem Galiläer zu Lebzeiten niemals begegnet war.

Welche Interessen stecken hinter den Dogmen, die sich im Laufe der 2000-jährigen Geschichte des Christentums herausgebildet haben? Das leere Grab ist nur eine fromme Legende, sagte die kürzlich verstorbene Theologin Uta Ranke-Heinemann – und dennoch glaubte sie an die Auferstehung.

Von Mechthild Klein

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Uta Ranke-Heinemann; © dpa/Sven Simon
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