Blick auf Jerewan; © Jürgen Gressel-Hichert
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- Sehnsucht nach dem Land der Vorväter

Was Armeniern in der Diaspora die Heimat bedeutet

Die meisten der knapp 9 Millionen ethnischen Armenier leben im Ausland. Doch auch wenn sie schon seit Generationen in der Diaspora leben, fühlen sie sich dem Staat im Südkaukasus verbunden und halten ihn mit ihren Überweisungen am Leben. Die Erinnerung an den Genozid im Osmanischen Reich wirkt im kollektiven Gedächtnis bis heute nach. Im blutigen Konflikt um Bergkarabach im Spätsommer 2020 wurde er wieder schmerzhaft wachgerufen.

Mancher junge Mann reiste von weither an, um für das Land seiner Vorväter zu kämpfen und riskierte dabei sogar den Tod. Andere wandern aus Idealismus in einen Staat ein, der von Korruption, kafkaesker Bürokratie und Militarismus geprägt ist. Warum geben Armenier ein gutes, sicheres Leben im Westen auf, um in einem Land, dessen Mentalität ihnen fremd ist, neu anzufangen?

Von Marcus Latton

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