Verschickungskinder in einer Kinderheilstätte in Westdeutschland © dpa/Christoph Sandig Privatfoto
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- Schwierige Aufarbeitung

Das Trauma ehemaliger Verschickungskinder

In den Nachkriegsjahrzehnten wurden Kinder massenhaft aufs Land, in die Berge oder an die See "in Erholung" geschickt. Meist blieben die Zwei-bis Vierzehnjährigen wochenlang in den Heimen, wo sie den NS-Erziehungsmethoden ihrer Betreuer ausgesetzt waren und keinen Kontakt zu ihren Eltern haben durften. Ehemalige Verschickungskinder erinnern sich an martialische Strafen, Misshandlungen und sexuellen Missbrauch. Die bundesweite Initiative "Verschickungskinder" schätzt, dass eine bis drei Millionen Kinder solche Kuren durchliefen. Sie fordert die staatliche Finanzierung einer selbstverwalteten Anlaufstelle für Betroffene und die wissenschaftliche Aufarbeitung der Vorgänge in den Verschickungsheimen.

Von Nela Fichtner