Hunderte Juden, die sich 1944 vor der Schweizer Botschaft in Budapest drängen; © dpa/IMAGNO
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Rettungsaktion für Juden im 2. Weltkrieg - Pässe für Paraguay

Tausende Juden setzten in der NS-Zeit ihre Hoffnung auf eine Aktion polnischer Diplomaten in der Schweiz. Die Gruppe um den polnischen Botschafter Aleksander Ładoś besorgte Pässe von Paraguay und anderen lateinamerikanischen Staaten. Damit sollten vor allem polnische Juden gerettet werden. Der Schweizer Honorarkonsul von Paraguay und ein ganzes Netzwerk von Helfern unterstützte die Aktion.

Ein Platz auf der Ładoś-Liste war überall im deutschen Machtbereich begehrt. Auch etwa 40 Berliner Juden hofften, mit einem falschen Pass nach Lateinamerika ausreisen zu können und ihr Leben zu retten. Oft vergeblich, doch manchmal erfolgreich. Viele Schicksale sind ungeklärt. Forscher in Berlin, Polen und der Schweiz versuchen erst seit kurzem, die Geschichte dieser Rettungsaktion aufzuarbeiten.

Von Jürgen Buch

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Im Hier und Jetzt - 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Im Jahr 321 wurde in einem Edikt des römischen Kaisers Konstantin zum ersten mal die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Deutschland erwähnt. Das ist der Anlass, 2021 als Festjahr "1700 Jahre jüdisches Leben" zu begehen. Das alles spielt zwar in Köln, ist aber für ganz Deutschland der Anlass, 2021 als Festjahr "1700 Jahre jüdisches Leben" zu begehen. Bundesweit finden zahlreiche Veranstaltungen statt, bei rbbKultur hören Sie Gespräche, Musik und finden Sie traditionelle Rezepte.