Junger und alter Mann mit einem Aktenordner; © dpa/Ute Grabowsky/photothek.net
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- Verantwortung statt Bevormundung

Mit gesetzlicher Betreuung selbst bestimmt leben

Rund 1,3 Millionen Menschen in Deutschland schaffen es nicht, ihre bürokratischen und finanziellen Dinge selbst zu regeln, etwa weil sie eine geistige Behinderung haben, dement oder psychisch krank sind. Früher wurde in solchen Fällen ein Vormund eingesetzt. Heute stellt ihnen das Amtsgericht einen rechtlichen Betreuer zur Seite, der sie unterstützen soll, ein möglichst selbst bestimmtes Leben führen zu können.

Saskia Gerecke kümmert sich um rund vierzig Personen, von denen viele in kirchlichen Einrichtungen leben. Als ihre Betreuerin bemüht sich die Sozialpädagogin die gesellschaftliche Teilhabe ihrer Klienten zu stärken – ein verantwortungsvoller Job, der aber von den zuständigen Behörden schlecht vergütet wird. Deshalb stehen viele Betreuungsvereine ohne kirchliche Subventionen vor dem Aus.

Von Andreas Boueke