Der Traum des Josef (1886-90), Fresko von M. Faustini in der Kapelle des hl. Josef; © dpa/Uta Poss 
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Träume in der Religion - Von nächtlichen Botschaften und Weissagungen

Welchen Stellenwert messen gläubige Menschen Träumen zu?

Ohne den Engel, der ihm im Traum erschien, hätte Josef die schwangere Maria sitzengelassen. Jakob wirft im Schlaf einen Blick in den Himmel: Auf einer Leiter steigen göttliche Wesen auf und ab. Mohammed empfing über Monate göttliche Offenbarungen im Traum. In Bibel und Koran wird oft geträumt - und immer sind diese Träume bedeutsam.

Ehemalige Muslime, die zum Christentum konvertiert sind, berichten oft, dass ein Traum vor dieser Entscheidung stand: Im Schlaf sei ihnen Jesus erschienen, das habe den Ausschlag gegeben. Im religiösen Alltag der Kirchen spielen Träume dagegen heute keine Rolle - vielleicht sind sie zu individuell? Welchen Stellenwert also messen gläubige Menschen den nächtlichen Botschaften zu?

Von Kirsten Dietrich