Lesung; © rbbKultur

- Brit Bennett: Die verschwindende Hälfte (17/30)

Gelesen von Tessa Mittelstaedt

Stella führt ein Doppelleben. Als junges Mädchen ist sie mit ihrer Schwester Desiree aus Mallard abgehauen, einem kleinen Ort in Louisiana, bewohnt von Farbigen, deren Haut besonders hell ist. Während Desiree zehn Jahre später frustriert wieder nach Mallard zurückkehrt, bleibt Stella unauffindbar. Niemand ahnt, dass sie in die Rolle einer weißen Frau geschlüpft ist, einen Weißen geheiratet hat und in einem Vorort von Los Angeles lebt. Als dort die erste schwarze Familie ein Haus kauft, sind die Weißen erzürnt. Auch Stella ist entsetzt, sie befürchtet, von den neuen Nachbarn durchschaut und enttarnt zu werden. Trotzdem sucht sie Kontakt zu Loretta und ihrem Mann Reginald, einem bekannten Schauspieler. Während nach den Morden an Martin Luther King und Bobby Kennedy im Land Unruhen ausbrechen, freunden sich Stella und Loretta an. Doch immer wenn Loretta mehr über ihre Vergangenheit und Familie wissen möchte, muss Stella aufpassen, sich nicht zu verplappern.