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Bild: Presse

- Nagib Machfus: "Der Dieb und die Hunde" (1/10)

Gelesen von Ernst-August Schepmann

Nagib Machfus erhielt 1988 als erster Nordafrikaner den Literaturnobelpreis und gilt als Vater der modernen ägyptischen Literatur.

Der hier vorgelesener Roman von 1961 erzählt die Geschichte einer Entfremdung: Said Muhran wird am Jahrestag der Revolution - gemeint ist der Militärputsch vom 23. Juli 1952, der die Abschaffung der Aristokratie in Ägypten zur Folge hatte - aus dem Gefängnis entlassen. Er stellt fest, dass sich die Welt um ihn verändert und dass er keinen Platz mehr darin hat.

Einsam und verlassen sinnt der „Dieb“ auf Rache an den „Hunden“, die er für sein Schicksal verantwortlich macht. Vor dem Hintergrund einer farbigen Schilderung Kairos beginnt eine kriminelle Abwärtsspirale.

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