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- Nagib Machfus: "Der Dieb und die Hunde" (6/10)

Gelesen von Ernst-August Schepmann

Unser Held Said steigert sich immer mehr in seine besinnungslose Rache hinein: „Ich bin der Teufel selbst“, glaubt er inzwischen und schießt bei seinem nächtlichen Besuch im Haus von Alisch Sadra ohne zu zögern auf den Hausherrn.

Im Dunkeln flieht er zu Scheich Ali al-Djunaidi, das Pfeifen der Kugel und die Hilferufe einer Frau noch in den Ohren. Erschöpft fällt Said in wilde Albträume, aus denen er erst am nächsten Abend erwacht.

Doch dann erfährt er aus der Zeitung, dass er die falsche Person erschossen hat und muss sich schleunigst einen sichereren Unterschlupf suchen – nunmehr als Mörder eines wildfremden Menschen.