Jonathan Franzen, Zürich 2017; © dpa/Keystone/Ennio Leanza
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Live aus dem Großen Sendesaal des rbb - Jonathan Franzen – "Crossroads"

Die Schöne Lesung von radioeins und rbbKultur

Am Mikrofon: Thomas Böhm

Von der internationalen Kritik wurde Jonathan Franzens Roman "Crossroads" als Roman des Jahres gefeiert. Franzen, der seit "Die Korrekturen" als einer der bedeutendsten Autoren der Gegenwart gilt, erzählt die Geschichte der Familie Hildebrandt – deren fünf Mitglieder sich im Laufe des Buches mit existentiellen Fragen konfrontiert sehen.

Ein Vorort von Chicago, im Jahre 1971. In der Pfarrers-Familie Hildebrandt geht es drunter und drüber. Der Vater hat den Kontakt zu seiner Gemeinde verloren, ist wie besessen verliebt in eine Frau, die ihren Mann verloren hat. Seine Tochter, kurz vor dem Highschool-Abschluss, glaubt bei ihrem ersten Haschisch-Rausch, Gott zu begegnen. Und der jüngste Sohn der Familie, gerade mal acht Jahre alt, glaubt, die anderen durchschaut zu haben und zu seinen Gunsten manipulieren zu können. Doch nach und nach werden alle Figuren Entscheidungen treffen, die ihr Leben verändern.

Mit "Crossroads" ist Jonathan Franzen ein grandioser Familienroman gelungen, der wochenlang an der Spitze der Bestenliste stand. Im September wird Franzen in Lübeck der Thomas-Mann-Preis verliehen – aus diesem Anlass kommt der Autor zu einer kurzen Stippvisite nach Berlin, wo er Anfang der 1980er Jahre lebte.

Die Lesung im Großen Sendesaal des rbb findet in Kooperation mit dem Rowohlt Verlag statt und wird moderiert von Thomas Böhm. Die deutschen Texte liest Frank Arnold, bekannt als Sprecher zahlreicher Hörbücher und Stimme des ARD-Kulturmagazins "Titel, Thesen, Temperamente".

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