Märkische Wandlungen; © rbbKultur

- „Wer diesem Landstrich Stimme gibt, der lässt die Brandenburger kenntlich werden“

Der 50. Rheinsberger Stadtschreiber Martin Ahrends 
Eine kulturelle Erfolgsbilanz aus 25 Jahren
Von Dunja Welke

In den kommenden Tagen geht das Aufenthaltsstipendium des 50. Rheinsberger Stadtschreibers Martin Ahrends zu Ende. Der Leiter des Kurt-Tucholsky-Museums Peter Böthig hat das Stipendium vor 25 Jahren initiiert. Die Literaten schreiben an ihren Texten und entwickeln Ideen, die die Stadt kulturell und touristisch attraktiver machen – etwa Schreibprojekte an Schulen, Zeitungskolumnen oder Geschichtsforschungen zum Kronprinzen, zu Tucholsky, manchmal auch zu einem Zimmermädchen. Und nicht zuletzt durch die „Rheinsberger Bögen“, ein 16-Seiten-Heft mit vor Ort entstandenen Texten, die jeder Stadtschreiber am Ende gedruckt bekommt, bleibt Rheinsberg weiterhin ein beschriebener, literarisierter Ort.

Buchempfehlung:
"Hier soll Preußen schön sein"
Fünfzig Stadtschreiber zu Rheinsberg erfinden eine poetische Provinz
Herausgegeben von Peter Böthig, mit Radierungen von Ralf Hentrich
Quintus Verlag
280 Seiten, 20.00 Euro

Veranstaltungsempfehlung:
50. Stadtschreiber-Lesung am Donnerstag, 28. November 2019, 19:30 Uhr
Kurt Tucholsky Literaturmuseum
Schloss Rheinsberg 1 / Marstall
16831 Rheinsberg

Literaturhinweise:

Martin Ahrends: Rheinsberger Bogen, 2019 (herausgegeben vom Kurt-Tucholsky-Literaturmusems Rheinsberg, erhältlich im Museumsshop, auch online zu bestellen)

M. Ahrends und P. Walther (Herausgeber): unausstehlich und reizend zugleich: Die Brandenburger, Vacat Verlag 2019

M. Ahrends: Der märkische Radfahrer. Mann mit Grübchen: Zwei kleine Romane, Verlag Kiepenheuer & Witsch 2017

M. Ahrends (Herausgeber): Verführung, Kontrolle, Verrat - Das MfS und die Familie. Zeitzeugen berichten, Metropol Verlag 2015

M. Ahrends: Ich sehe eine Krähe: Satiren aus der ostdeutschen Provinz, Kulturmaschinen Verlag 2013