Deutsche Oper Berlin: "Rheingold" – mit Valeriia Savinskaia, Markus Brück, Irene Roberts und Karis Tucker; © Bernd Uhlig
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Bild: Bernd Uhlig

Aufnahme aus der Deutschen Oper Berlin - Der Ring des Nibelungen - Das Rheingold

Der Vorabend des Bühnenfestspiels. Hier schaffen die Götter die Grundbedingungen, unter denen sich später die Schicksale des Menschen entscheiden werden. Die Schuld kommt auf die Welt und die Götter ziehen ein in Walhall … Ein Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend von Richard Wagner. Unter der musikalischen Leitung von Donald Runnicles und in der Inszenierung von Stefan Herheim.

Götter, Zwerge, Riesen, Helden und Menschen, ein Schatz im Rhein, ein magischer Ring, ein Speer, eine Tarnkappe und ein Schwert. Ein Szenario wie aus "Herr der Ringe" und "Game of Thrones" gleichzeitig, angefüttert mit einer gehörigen Portion Mythologie, Beziehungsdrama und Kapitalismuskritik.

Richard Wagner entwirft in seiner Opern-Tetralogie "Der Ring des Nibelungen" eine fantastische, mythische Welt, die im Grunde aber nur einen Protagonisten kennt: den Menschen. Es geht um Macht, Liebe, Freiheit, Abhängigkeiten, Verträge, Entsagung, Verrat, Wortbruch, Gier und Lust.

Dieses musikalische Gesamtkunstwerk inszeniert an der Deutschen Oper Stefan Herheim. Der vielfach preisgekrönte norwegische Regisseur übersetzt die Gedankenwelt von Wagner in das 21. Jahrhundert.

Über ein viertel Jahrhundert schrieb Wagner an seinem Welten- und Menschen-Drama. 10 Jahre länger, 35 Jahre, dauerte es, bis an der Deutschen Oper ein "neuer" Ring das Licht der Bühne erblickt. Seit Gründung des Hauses ist die Geschichte der Deutschen Oper untrennbar mit Wangers "Ring" verbunden. Alle Produktionen eint, dass sie immer Antworten auf die Frage nach der Bedeutung des Zyklus für die Gegenwart finden wollten. Für jedes Musik-Theater dieser Welt ist dieser Opern-Marathon von über 16 Stunden ein Kraftakt sondergleichen.

rbbKultur überträgt den gesamten "Ring" live. Moderiert von Andreas Ullrich.

Das Rheingold

Wotan: Derek Welton
Donner: Joel Allison
Froh: Attilio Glaser
Loge: Thomas Blondelle
Alberich: Markus Brück
Mime: Ya-Chung Huang
Fasolt: Andrew Harris
Fafner: Tobias Kehrer
Fricka: Annika Schlicht
Freia: Flurina Stucki
Erda: Judit Kutasi
Woglinde: Valeriia Savinskaja
Wellgunde: Arianna Manganello
Flosshilde: Karis Tucker

Orchester der Deutschen Oper Berlin
Leitung: Donald Runnicles

Moderation: Andreas Ulrich

Premiere an der Deutschen Oper am 12. Juni 2021