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Bild: Monika Rittershaus

Der Ring des Nibelungen - Richard Wagner: Siegfried

Aufnahme vom 6. Oktober 2022 in der Berliner Staatsoper Unter den Linden

Der zweite Tag des Bühnenfestspiels. Die Zeit für einen Helden ist gekommen. Siegfried, der keine Furcht und auch nicht seine wahre Herkunft kennt, wird ein Schwert schmieden, einen Drachen besiegen und eine Walküre befreien.

"Der Ring des Nibelungen“ ist mehr als Oper. Die Tetralogie von Richard Wagner ist Musiktheater im Breitwandformat und gleichzeitig Mythos, Heldenepos, Beziehungsdrama, Kapitalismuskritik und Familiensaga.

Richard Wagner entwirft in seinem Vierteiler eine fantastische, mythische Welt, die im Grunde aber nur einen Protagonisten kennt: den Menschen. Es geht um Macht und Ohnmacht, Liebe und Hass, Freiheit und Zwang, Gier und Lust. Mit seinen über 16 Stunden Spielzeit sind die vier Abende eine Herausforderung für jedes Opernhaus dieser Welt.

An der Staatsoper Unter den Linden inszenierte Dmitri Tcherniakov. Nachdem Generalmusikdirektor Daniel Barenboim das Dirigat für diese Neuproduktion aus gesundheitlichen Gründen abgesagt hatte, übernahm Christian Thielemann die musikalische Leitung der Premieren.

Das Sänger-Ensemble war mit Michael Volle (Wotan), Andreas Schager (Siegfried) und Anja Kampe (Brünnhilde) hochkarätig besetzt.