Am Ulmer Münster ist der höchste Kirchturm der Welt in den ukrainischen Landesfarben gelb und blau angestrahlt; © dpa/Stefan Puchner
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Mehr als Friedensgebete - Kirche und Politik

Viele Christinnen und Christen wollen ihren Teil dazu beitragen, um die Menschen in der Ukraine zu unterstützen. Mit humanitärer Hilfe – aber auch, indem sie sich in der politischen Debatte zu Wort melden, wenn es darum geht, einen Ausweg aus dem Krieg zu finden. Im deutschen Bundestag sind die Kirchen besser vernetzt, als andere Interessensvertreter. So konnten sie viele ihrer Anliegen durchsetzen – bei anderen sind sie gescheitert.

"Frieden - PEACE" steht in zahlreichen Sprachen auf einem Plakat, Frankfurt am Main 2022; © dpa/Florian Gaul
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Krieg und Frieden

"Ich will die Nachrichten aus der Ukraine gar nicht hören, das erinnert mich zu sehr an früher" – das sagen einige alte Menschen, die am Ende des Zweiten Weltkriegs Kinder waren. Da kommen Bilder hoch von Nächten im Luftschutzkeller, von Hunger und Kälte. Den Krieg bekommt man nicht aus dem Kopf und aus dem Herzen, das erzählen auch ehemalige bosnische Kriegsflüchtlinge, die seit 30 Jahren in Berlin leben. Was ihnen hilft: Musik, Blumen Pflanzen und anderen helfen.
"UNterkunft" – dieses provisorische Hinweisschild hängt im Hauptbahnhof Berlin; © dpa/Paul Zinken
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Falsch verstandene Hilfe – Wenn guter Wille schadet

Nicht nur aufopferungsvolle Unterstützung, auch Missbrauch und Spendenbetrug treten bei der Hilfe für Ukraine-Flüchtlinge zunehmend auf. Worauf muss man achten, um kriminelle Trittbrettfahrer zu erkennen? Außerdem spricht Thomas von der Osten-Sacken, Geschäftsführer der Hilfsorganisation Wadi, über Korruption und Intransparenz bei Flüchtlings-NGOs und über die fehlende Professionalität vieler Freiwilliger.