Iranischer Busfahrer mit Maske, bei Kashan, Iran 2020; © dpa/NurPhoto/Morteza Nikoubazl
dpa/NurPhoto/Morteza Nikoubazl

Aus Religion und Gesellschaft - Unterwegs

Was das Jahr 2022 uns bringt, davon müssen und dürfen wir uns überraschen lassen, in einer Zeit, in der Vieles in Bewegung ist. In der Soziologie spricht man davon, dass wir uns in einem Zeitalter der Migration und Mobilität befinden. Was das Unterwegssein mit uns macht, darum geht es in dieser Stunde: Wir begleiten Vertriebene und Angekommene – und brettern mit LKW-Fahrern über die Autobahn.

Kinderlos – zwei Schaukeln auf einem Spielplatz; © dpa/chromorange/Karlheinz Pawlik
dpa/chromorange/Karlheinz Pawlik

Kinderlos glücklich!? - "Nein, ich habe keine Kinder ..."

Ist die Erhöhung des Beitrags zur Pflegevesicherung für Kinderlose gerecht? Das fragen wir Buch-Autorin und Journalistin Kerstin Herrnkind. Außerdem: Warum eine Frau seit Jahren versucht, Mutter zu werden. Und: Keine Kinder Gott zuliebe – ein Pater erzählt.

Die Macht des Zufalls
Imago

Religion und Gesellschaft - Die Macht des Zufalls

Lotto ist eine italienische Erfindung. Im Wort selbst steckt nicht nur der Begriff "Los", sondern auch "Schicksal". Anders gesagt: der Zufall. Der bestimmt nicht nur das Losglück.

Kinder packen in der Ostukraine Kartons auf einen Schlitten, die sie in einem Hilfszentrum bekommen haben, Awdijiwka 2017; © dpa/AP/Evgeniy Maloletka
dpa/AP/Evgeniy Maloletka

Christliche Stimmen zum Konflikt in der Ukraine - Pazifismus oder Waffenlieferungen?

Nicht nur die politische, sondern auch die humanitäre Lage in der Ostukraine ist schwierig. Vor Ort hilft Caritas international den Menschen mit Lebensmitteln und Heizmaterial. Während Mitglieder der ukrainisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Berlin-Hermsdorf mehr deutsche Hilfe und militärische Ausrüstung für die Ukraine fordern, vertritt der neue Friedensbeauftragte der EKD, Bischof Friedrich Kramer, einen konsequenten Pazifismus. So wie auch die wenigen Kriegsdienstverweigerer vor Ort in der Ukraine.

Pflegedienst; © imago-images/Ute Grabowsky
imago-images/Ute Grabowsky

Plötzlich Pflegefall

Auch wenn Ältere oder chronisch Kranke lange allein zurecht kommen, wird für Viele irgendwann wird klar: Jetzt brauch ich Hilfe – von meinen Angehörigen oder von einem professionellen Pflegeteam. Bei uns kommen Menschen zu Wort, deren Leben von der Pflege bestimmt wird. Sie erzählen, wann sie sich allein gelassen fühlen und wo sie Unterstützung finden.

Unser Leben; © rbbKultur
rbbKultur

Aus Religion und Gesellschaft - Alkohol - Teufelszeug und Stimmungsmacher

Angst - das war das Gefühl, dass Anja als Mädchen überkam, wenn ihre Mutter wieder getrunken hatte. Von den dramatischen Folgen, wenn Erwachsene abhängig werden, sind nicht nur sie selbst betroffen, sondern auch ihre Familien – und da besonders die Kinder.

Am Ulmer Münster ist der höchste Kirchturm der Welt in den ukrainischen Landesfarben gelb und blau angestrahlt; © dpa/Stefan Puchner
dpa/Stefan Puchner

Mehr als Friedensgebete - Kirche und Politik

Viele Christinnen und Christen wollen ihren Teil dazu beitragen, um die Menschen in der Ukraine zu unterstützen. Mit humanitärer Hilfe – aber auch, indem sie sich in der politischen Debatte zu Wort melden, wenn es darum geht, einen Ausweg aus dem Krieg zu finden. Im deutschen Bundestag sind die Kirchen besser vernetzt, als andere Interessensvertreter. So konnten sie viele ihrer Anliegen durchsetzen – bei anderen sind sie gescheitert.

"Frieden - PEACE" steht in zahlreichen Sprachen auf einem Plakat, Frankfurt am Main 2022; © dpa/Florian Gaul
dpa/Florian Gaul

Krieg und Frieden

"Ich will die Nachrichten aus der Ukraine gar nicht hören, das erinnert mich zu sehr an früher" – das sagen einige alte Menschen, die am Ende des Zweiten Weltkriegs Kinder waren. Da kommen Bilder hoch von Nächten im Luftschutzkeller, von Hunger und Kälte. Den Krieg bekommt man nicht aus dem Kopf und aus dem Herzen, das erzählen auch ehemalige bosnische Kriegsflüchtlinge, die seit 30 Jahren in Berlin leben. Was ihnen hilft: Musik, Blumen Pflanzen und anderen helfen.
"UNterkunft" – dieses provisorische Hinweisschild hängt im Hauptbahnhof Berlin; © dpa/Paul Zinken
dpa/Paul Zinken

Falsch verstandene Hilfe – Wenn guter Wille schadet

Nicht nur aufopferungsvolle Unterstützung, auch Missbrauch und Spendenbetrug treten bei der Hilfe für Ukraine-Flüchtlinge zunehmend auf. Worauf muss man achten, um kriminelle Trittbrettfahrer zu erkennen? Außerdem spricht Thomas von der Osten-Sacken, Geschäftsführer der Hilfsorganisation Wadi, über Korruption und Intransparenz bei Flüchtlings-NGOs und über die fehlende Professionalität vieler Freiwilliger.

Rituelle Fußwaschung vor dem Freitagsgebet; © dpa/Godong/Philippe Lissac
dpa/Godong/Philippe Lissac

Religion und Gesellschaft - Sauberkeit und Hygiene

Muslime und Christen teilen ein gemeinsames Ritual: die Fußwaschung. Sie spielt im Islam wie im Christentum eine Rolle. Worin liegen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede? Außerdem in der aktuellen Ausgabe von UNSER LEBEN: Die Biologin und Philosophin Nicole Karafyllis spricht über Hygienemaßnahmen, die Wahrnehmung von Mitmenschen als Virusträger und wie die Menschen sich körperlich in Zeiten des Social Distancing voneinander entfremdet haben.

Erbschaft, Testament © picture alliance/Wuest/Eibner-Pressefoto
picture alliance/Wuest/Eibner-Pressefoto

Erbe und Vermächtnis

Am Mikrofon: Vera Kröning-Menzel

Wedding rund um den Nettelbeckplatz; © imago-images/Jürgen Ritter
imago-images/Jürgen Ritter

Religion und Gesellschaft - Die Armut wächst

Inflation, steigende Mieten, Energie- und Lebensmittelpreise – arme Familien sind dadurch besonders belastet. Rund um den Weddinger Nettelbeckplatz fürchten Alteingesessene die Gentrifizierung ihres Kiezes. Am Kreuzberger Mehringdamm bietet die Gelbe Villa für Kinder und Jugendliche kreative Antworten auf soziale Probleme.

Muslime versammeln sich in einer Moschee zum Zuckerfest-Frühstück nach dem islamischen Fasten im Ramadan; © dpa/ANP/Robin Utrecht
dpa/ANP/Robin Utrecht

Der Fastenmonat geht zu Ende - Ramadan – Fasten und Feiern

Seit Anfang April prägt der Ramadan den Alltag vieler Musliminnen und Muslime in Berlin und Brandenburg. Am Montag endet der Fastenmonat mit dem dreitägigen Ramadanfest, das zu den höchsten islamischen Feiern im Jahr gehört. Eine Sendung über Spiritualität, Sorgen und Hoffnungen von muslimischen Männern und Frauen in unserer Region.

Stille Mahnwache für Frieden – eine Teilnehmerin mit einem Banner: "Asyl fuer alle Deserteur/innen", Tübingen, Februar 2022; © dpa/ULMERdpa/ULMER
dpa/ULMER

Desertieren - mutig oder eigennützig?

Der Deutsche Bundestag ruft russische Soldaten dazu auf, ihre Waffen niederzulegen. Wann ist Fahnenflucht richtig? Und dürfen auch ukrainische Männer den Kriegsdienst verweigern?

Kulturelle Folgen der Pandemie: Gesundheitsbewusstsein und Alleinsein; © imago-images.de/Alberto Menendez
imago-images.de/Alberto Menendez

Religion und Gesellschaft - Die therapierte Gesellschaft

Seelsorger und Psychotherapeuten kümmern sich um die mentale Gesundheit. Wo liegen Ihre Gemeinsamkeiten und wo Ihre Unterschiede? Was passiert, wenn Therapeuten selbst eine Therapie benötigen? Und warum werden Drogen wie Ketamin und LSD bewusst bei der Behandlung von Depression und Angststörungen eingesetzt?

Kinderlos – zwei Schaukeln auf einem Spielplatz; © dpa/chromorange/Karlheinz Pawlik
dpa/chromorange/Karlheinz Pawlik

Religion und Gesellschaft - Kinderlos glücklich!?

Fast jedes zehnte deutsche Paar zwischen 25 und 59 Jahren ist ungewollt kinderlos, fand das Bundesfamilienministerium heraus. Es befragte im Jahr 2020 rund 3000 Kinderlose. Das Ergebnis: ein Großteil von ihnen fühlt sich aufgrund ihrer Kinderlosigkeit von anderen Menschen stigmatisiert. Sind Kinderlose wirklich benachteiligt?

102. Deutschen Katholikentag in Stuttgart: in der Innenstadt entstehen Bühnen und Zeltstädte; © imago-images.de/Arnulf Hettrich
imago-images.de/Arnulf Hettrich

102. Deutscher Katholikentag in Stuttgart - Warum ich noch katholisch bin ...

Noch bis zum 29. Mai 2022 feiern zehntausende katholische Gläubige den Katholikentag in Stuttgart. Die Zahl der Gäste ist im Vergleich zum letzten Katholikentag um über die Hälfte gesunken – und damit ein Spiegelbild der schrumpfenden Volkskirche. An das Christentreffen knüpften sich im Vorfeld viele Erwartungen – nicht alle wurden erfüllt.

Ein Fahrgast posiert vor den Symbolen des Christentums im Hauptbahnhof © picture alliance/ Geisler-Fotopress/ Christoph Hardt
picture alliance/ Geisler-Fotopress/ Christoph Hardt

Konfessionsfrei, atheistisch oder humanistisch?

Konfessionsfreie Menschen stellen in Deutschland fast 40 Prozent der Bevölkerung. Dennoch genießen die Kirchen nach wie vor besondere Privilegien.

Mitglieder der Berliner Candomblé-Gemeinde eröffnen tänzerisch mit einem Reinigungsritual die 8. Lange Nacht der Religionen vor der Französischen Kirche am Gendarmenmarkt, Berlin 2019; © dpa/Jörg Carstensen
dpa/Jörg Carstensen

"Lange Nacht" der Religionen - Religion für jeden Geschmack

An diesem Wochenende laden Christen, Hindus, Buddhisten und Pagane zu rund 100 Veranstaltungen im Rahmen der langen Nacht der Religionen ein. Über 350 Religionsgemeinschaften gibt es Sch es in Berlin geben. Was macht sie so faszinierend – und wo stören sie das Zusammenleben?

Brot © imago-images.de
imago-images.de

Brot - mehr als ein Gebäck

Brot ist teuer geworden. In Nordafrika und dem Nahen Osten sind die Weizenpreise durch den Ukraine-Krieg bedrohlich gestiegen. Brot macht Politik, hat Hochkulturen begründet und steht im Zentrum der christlichen Tradition.

Schwangere Frau steht in einem Krankenhaus (Quelle: colourbox.de)
colourbox.de

Kinder und Elternschaft - Kampfzone Familienplanung

Weltweit setzen sich Menschen für und gegen das Recht auf Abtreibung ein. Andere wollen aus Klimaschutzgründen auf Kinder verzichten. Und wer gerne statt ein oder zwei Kindern fünf oder mehr in die Welt setzen will, hat viele Herausforderungen zu bewältigen. Familienplanung war und bleibt eine gesellschaftliche Kampfzone.

Pflegedienst; © imago-images/Ute Grabowsky
imago-images/Ute Grabowsky

Plötzlich Pflegefall

Auch wenn Ältere oder chronisch Kranke lange allein zurecht kommen, wird für Viele irgendwann wird klar: Jetzt brauch ich Hilfe – von meinen Angehörigen oder von einem professionellen Pflegeteam. Bei uns kommen Menschen zu Wort, deren Leben von der Pflege bestimmt wird. Sie erzählen, wann sie sich allein gelassen fühlen und wo sie Unterstützung finden.

Erben – Wanderstab mit Stocknagel Berchtesgaden und Geld; © imago-images/Ute Grabowsky
imago-images/Ute Grabowsky

Von Erbschaftssteuer, Nazi-Erben und Erben in den Religionen - Ist Erben ungerecht?

200 bis 400 Milliarden Euro werden jährlich in Deutschland vererbt. Vieles davon unversteuert. Ungerecht!, sagen viele Kritiker. Das kleine Dorf Reetz im Süden Brandenburgs freut sich jedenfalls über eine unverhoffte Erbschaft. Eine Erbschaft kann aber auch belastet sein: wenn sie von nationalsozialistischen Vorfahren stammt.

Eine Bundesfreiwilligendienstleistende (BFD) bei der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz © dpa/Patrick Pleul
dpa/Patrick Pleul

Zivildienst für alle?

Gegen Bedienungsmentalität, Egoismus und Demokratieskepsis soll ein sozialer Pflichtdienst helfen. Diese Anregung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stößt auf viel Skepsis, aber auch auf überraschende Zustimmung.