Shida Bazyar © Tabea Treichel
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- Shida Bazyar: "Drei Kameradinnen"

Der Literaturpodcast von rbbKultur und dem Literarischen Colloquium Berlin

Am Mikrofon: Anne-Dore Krohn, Thorsten Dönges

Hani, Kasih und Saya wissen, wie das ist, ständig mit Alltagsrassismus konfrontiert zu werden. Sie sind in einer Hochhaussiedlung am Rande einer Kleinstadt aufgewachsen und sind sich eng verbunden, auch noch Jahre später. In der Freundschaft finden sie Halt – gegen die Sprüche, die Blicke, die Kommentare. Während Hani sie eher ignoriert und Kasih sich distanziert, baut sich in Zaya immer mehr Wut auf. Und dann stellt eine dramatische Nacht sie alle auf die Probe. Als ein Haus brennt, wird einer der drei vorgeworfen, ein islamistisch begründetes Attentat begangen zu haben.

Bazyar geht in ihrem zweiten Roman den brennenden Fragen unserer Zeit nach: Wie geht man mit Hass um? Was bedeutet Heimat? Wie prägend ist die Herkunft? Und wie zeigt man Haltung? Eine moderne Publikumsbeschimpfung, die zum Fragenstellen anregt, ein gewitztes Spiel mit dem Erzählen und vor allem ein kluger literarischer Beitrag zur Empathiesteigerung.

Im Gespräch mit Anne-Dore Krohn und Thorsten Dönges spricht Shida Bazyar über ihr Spiel mit Fakt und Fiktion, über eine Inspiration durch Erich Maria Remarque, die Auswirkungen von Misstrauen und der Schwierigkeit, über Rassismus zu schreiben.

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rbbKultur und das Literarische Colloquium Berlin sind zu Beginn der Corona-Pandemie in eine Art Literatur-WG zusammengezogen: Dort tauschen wir Bücher, erzählen uns von Begegnungen mit Autor:innen, und sitzen stundenlang am Küchentisch und quatschen über Lesen, Lieben und Leben.