Senthuran Varatharajah © Horst Galuschka/dpa
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Das LCB im rbb - Senthuran Varatharajah: "Rot (Hunger)"

Der Literaturpodcast von rbbKultur und dem Literarischen Colloquium Berlin

Am Mikrofon: Nadine Kreuzahler, Thorsten Dönges

"Rot (Hunger)" von Senthuran Varatharajah bringt zusammen was auf den ersten Blick nicht zusammen gehört: Kannibalismus und Liebe. Dabei deutet unsere Sprache schon darauf hin: wir sagen "Ich hab dich zum Fressen gern" oder "Du siehst zum Anbeißen aus". Diese Redensarten werden in "Rot" zur kannibalischen Tatsache – Senthuran Varatarajah nimmt sich den Fall des "Kannibalen von Rothenburg" vor – der Kriminalfall schockte die Republik vor 21 Jahren – der Computertechniker Armin Meiwes tötete einen Mann, zerteilte ihn und verspeiste danach Teile von ihm – und das alles auf Verlangen dieses Mannes.

Ausgehend von dieser schockierenden Tat stellt Senthuran Varatarajah Fragen nach dem Wesen der Liebe, nach Sprache und wie sie unser Verhältnis zu anderen und zum Körper bestimmt und warum das Grausame und das Schöne oft so nah beieinander liegen. Er erzählt gleichzeitig die Geschichte einer Trennung nach einer großen Liebe und die Geschichte des Schreibens an diesem Buch. Der Autor verzichtet auf Spektakel, Sensation und jeglichen Voyeurismus. Stattdessen seziert er unsere Sprache und experimentiert mit der Form.

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rbbKultur und das Literarische Colloquium Berlin sind zu Beginn der Corona-Pandemie in eine Art Literatur-WG zusammengezogen: Dort tauschen wir Bücher, erzählen uns von Begegnungen mit Autor:innen, und sitzen stundenlang am Küchentisch und quatschen über Lesen, Lieben und Leben.