Mahnmal des Komplexes Khatyn zum Gedenken der Verbrechen der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg
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- Maria Nurowska: Briefe aus Katyn

Buchvorstellung
Von Doris Liebermann

Im Frühjahr 1940 wurden im Wald von Katyn auf Befehl Stalins 4400 polnische Offiziere erschossen. Im sozialistischen Polen war Katyn bis 1989 ein Tabu. Die Sowjetunion leugnete noch bis 1990 diese Verbrechen und lastete sie den Hitler-Deutschen an. Medizinische Untersuchungen des Internationalen Roten Kreuzes ergaben aber schon 1943, dass die Offiziere bereits erschossen worden waren, bevor die Wehrmacht die Sowjetunion überfallen und diese Gebiete überhaupt erreicht hatte.
„Briefe aus Katyn" heißt der neue Roman der polnischen Schriftstellerin Maria Nurowska. Halb als Tatsachenroman, halb fiktiv geschrieben, schildert das Buch  die Lebensgeschichte der polnischen Fliegerin Janina Lewandowska, die 1940 als einzige Frau im Wald von Katyn Opfer des sowjetischen Geheimdienstes wurde.

Buch:
Maria Nurowska: "Briefe aus Katyn"
Übersetzt von Marta Kijowska
Edition ebersbach & simon 2020, 22 Euro