Collage: Pop, Jarasch, Wesener, Henkel (Quelle: dpa/Sophia Kembowski dpa/Gregor Fischer)
Video: Abendschau | 15.06.2016 | Gabriele von Moltke

BerlinTrend Juni 2016 - Grüne überholen CDU

Zwei Drittel der Berliner sind unzufrieden mit dem regierenden SPD-CDU-Senat - das ist der schlechteste Wert für eine Landesregierung im bundesweiten Vergleich. Die CDU fällt inzwischen sogar hinter die Grünen zurück, so der jüngste BerlinTrend von infratest dimap im Auftrag der rbb-Abendschau und der Berliner Morgenpost.

Drei Monate vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl verliert der amtierende Senat weiter an Zustimmung. Wenn am nächsten Sonntag ein neues Parlament gewählt würde, käme die Koalition aus SPD und CDU nur noch auf 41 Prozent der Stimmen. Das ist das Ergebnis des jüngsten BerlinTrends von infratest dimap im Auftrag der rbb-Abendschau und der Berliner Morgenpost.

Während die SPD mit 23 Prozent stabil bleibt, büßt die CDU weiter ein. Sie erhält nur noch 18 Prozent der Stimmen. Das ist ein Minus von einem Punkt. Sie schneidet damit erstmals seit der letzten Abgeordnetenhauswahl 2011 schlechter ab als die Grünen, die auf 19 Prozent kommen und damit einen Prozentpunkt zulegt. Auch die Linke legt um einen Punkt zu und erreicht 17 Prozent.

Unverändert bleiben die AfD bei 15 Prozent und die FDP, die mit 4 Prozent nicht ins Parlament einziehen würde. Damit müssten sich weiterhin mindestens drei Parteien zusammenschließen, um auf eine regierungsfähige Mehrheit zu kommen.

Berliner sehen ihre Regierung kritisch

Die rückläufigen Zahlen für die rot-schwarze Landesregierung decken sich auch damit, dass immer mehr Berliner unzufrieden mit der Arbeit ihres Senats sind. 62 Prozent der Befragten äußern sich entsprechend. Das ist ein Plus von drei Punkten. Nur 34 Prozent äußern sich noch zufrieden (minus ein Punkt). Das ist nach wie vor der schlechteste Wert für eine Landesregierung im bundesweiten Vergleich.

Trotzdem können die beiden Spitzenpolitiker der Koalition in ihrer Beliebtheit leicht zulegen. Über die Arbeit des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) äußern sich 47 Prozent zufrieden - ein Plus von drei Punkten. Innensenator Frank Henkel (CDU) kommt auf 26 Prozent (plus drei Punkte).

Obwohl die AfD mit 15 Prozent der Stimmen rechnen kann, ist ihr Landesvorsitzender Georg Pazderski den Wählern weitgehend unbekannt. 84 Prozent der Befragten sagen, dass sie ihn nicht kennen. Über Linken-Chef Klaus Lederer sagen dies 68 Prozent.

Unzufriedenheit mit Rot-Schwarz wächst