Serie "Bau fällig" | Kulturhaus in Oberschöneweide - Licht auf den Spinnweben

So 13.08.23 | 17:24 Uhr | Von Sebastian Schneider
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Kassettendecke im Veranstaltungssaal des denkmalgeschützten, ehemaligen Kulturhaus des „VEB Werk für Fernsehtechnik“ und zuvor Arbeiterwohlfahrtsgebäude der Akkumulatorenfabrik (AFA) in der Wilhelminenhofstraße in Berlin-Oberschöneweide am 09.08.2023 (Quelle: rbb / Sebastian Schneider).
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Video: rbb|24 | 13.08.2023 | Yasser Speck | Bild: rbb / Sebastian Schneider

Fabrikkantine, Kriegslazarett, später tanzten hier die Arbeiter aus dem VEB Werk für Fernsehelektronik. Doch seit langem ist das frühere Kulturhaus in Oberschöneweide verrammelt und leer. Das soll sich ändern. Von Sebastian Schneider

Könnte dieses alte Haus sprechen, würde es einem sagen: "Fahr weiter". Die Fassade hat eine Farbe zwischen violett und dunkelbraun, ist ein Stück von der Straße zurückgesetzt - als wolle sie nichts mit der Welt da draußen zu tun haben. Aus den Backsteinmauern wachsen Birken. Viele Fenster sind mit Sperrholzplatten verrammelt, die früheren Eingänge zugemauert und beschmiert. Der Teil rechts an der Hausfront sieht aus wie ein trauriges Gesicht. Unten, zwischen zwei Säulen, glänzt eine Stahltür. Schließt man sie auf, führt der Weg ins Dunkle.

Zukünftiger Haupteingang (sichtbar am Bogen) nach Sanierung des denkmalgeschützten, ehemaligen Kulturhauses des „VEB Werk für Fernsehtechnik“ und zuvor Arbeiterwohlfahrtsgebäudes der Akkumulatorenfabrik (AFA) in der Wilhelminenhofstraße in Berlin-Oberschöneweide am 09.08.2023 (Quelle: rbb / Sebastian Schneider).
Trauriges Gesicht: Hier soll in Zukunft der Haupteingang stehen. | Bild: rbb / Sebastian Schneider

Flaschengrüne Wandfliesen

Der Koloss an der Wilhelminenhofstraße war erst Wohlfahrtsgebäude für Arbeiter, später Kulturhaus des Werks für Fernsehelektronik. Seit etwa 30 Jahren aber steht er leer. Im vergangenen Jahr kaufte ihn der Berliner Immobilienentwickler Trockland und will ihn nun sanieren - ein Hotel, Büros, Gewerbe, ein Veranstaltungsbereich und ein Restaurant sollen hier entstehen. "Ich finde man spürt, dass von dem Haus eine positive Energie ausgeht", sagt die Trockland-Projektmanagerin Gesine Lenz, die durchs Gebäude führt.

Im Erdgeschoss spürt man noch nix. In ihrem hellen Jeansmantel und grün-blauen Sneakern bahnt sich Lenz den Weg durch den Staub und herabgefallenen Putz. Sie braucht die Taschenlampe ihres Handys. Die Schritte hallen, in dem Gang riecht es muffig. Hier säße man in Zukunft in einem Restaurant mit dunklem Parkett und flaschengrünen Wandfliesen, so wird es im Exposée gezeigt.

Im ersten Treppenhaus fällt Licht auf Spinnweben. Es soll zurückgebaut werden, dann stünde man an dieser Stelle in einem Garten, sagt Lenz. Überhaupt ist die Idee, die verschlossene Auster wieder aufzubrechen. Denn dafür, dass es so groß ist, fällt einem das Haus erstaunlich wenig auf, so abweisend wirkt es. Aber es hat den Menschen in Oberschöneweide einmal viel bedeutet.

Gesine Lenz, Leiterin des Sanierungsprojekts "Wilhelmine" der Berliner Immobilienunternehmens "Trockland" am 09.08.2023 in Berlin-Oberschöneweide (Quelle: rbb / Sebastian Schneider).
"Es gibt hier so viele Details, durch die man sich wühlen muss - aber umso größer ist dadurch die Identifikation": Die Projektmanagerin Gesine Lenz. | Bild: rbb / Sebastian Schneider

Blei von den Körpern waschen

Um die Jahrhundertwende gründet der Berliner Unternehmer Ludwig Loewe die "Akkumulatorenwerke Oberspree AG" (AO) in Schöneweide, später AFA. Schon zwei Jahre zuvor ist um die Ecke die "Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft (AEG)" eröffnet worden. Bald entstehen weitere Unternehmen der noch jungen Elektroindustrie. Die ehemals grüne, "schöne Weyde", wie das Gebiet ursprünglich hieß, entwickelt sich zu einer Boomtown mit dem Spitznamen "Elektropolis". Die Arbeiter in der Akkumulatorenfabrik in der Wilhelminenhofstraße stellen tragbare, leichte Akkus und Batterien her, zum Beispiel für Straßenbahnen und Elektroautos. Man forscht hier auch an Ladegeräten. Unter dem Markennamen "Varta" werden die Akkus aus Oberschöneweide weltbekannt.

Die AFA kümmert sich damals um ihre Mitarbeiter, sie beteiligt sie zum Beispiel am Gewinn. Aber das Schmelzen und Gießen des Bleis für die Batterien ist auch extrem gesundheitsschädlich. Immer wieder erleiden die Arbeiter Vergiftungen. Um sie besser zu versorgen, lässt das Unternehmen ein Wohlfahrtsgebäude neben der Fabrik errichten. 1913 eröffnet das nüchtern gestaltete, dreistöckige Haus. Eine Trutzburg, die so gar nicht wie ein Ort der Fürsorge wirkt. Hier können sich die Arbeiter umziehen, von Ärzten untersuchen lassen und das giftige Blei abwaschen, es gilt Badezwang. Im Obergeschoss gibt es eine Kantine und einen Theatersaal. Kaum ist es eröffnet, bricht der Erste Weltkrieg aus.

Lazarett für 2.000 "Kriegsbeschädigte"

In die Wilhelminenhofstraße kommt ein Lazarett. Mehr als 2.000 schwerverletzte Soldaten werden hier gepflegt. Verstümmelte "Kriegsbeschädigte", wie man sie damals nennt, erleben eine neuartige Behandlung: Arbeitstherapie. So bereitet man sie allmählich auf das Leben nach dem Horror der Schützengräben vor. Für damalige Verhältnisse ist ein so zugewandter Ansatz modern. Unter der Nazi-Herrschaft profitiert die Fabrik von Rüstungsaufträgen, die Akkus werden in U-Booten und bei den Fernmeldetruppen gebraucht.

In der DDR wird das Haus umgebaut - jetzt soll es ein Ort für Kultur und "Volkserziehung" werden, für die Arbeiter des nahen "VEB Werk für Fernsehelektronik" (WF), dessen imposanter Turm über dem Viertel ragt. Fenster werden zugemauert, Treppen eingezogen. 1954 eröffnet das WF-Kulturhaus.

(Ge-)Schichtkuchen an der Decke

Ein paar Schritte nach oben, es wird heller. Dann betritt man das Herz des Hauses – den etwa 500 Quadratmeter großen Terrassensaal. Der Kopf fällt in den Nacken, der Blick bleibt oben. Jadegrüne und goldene Farbe ist zu sehen, darunter modriges Braun, Löcher aus denen die Drähte der abgehängten Decke ragen. Es sieht aus, als hätte jemand mit einer riesigen Parmesanreibe daran gehobelt. Der Putz hängt in Fetzen herab.

Die Kassettendecke wird restauriert, die Fachleute haben schon reingebohrt, um sie zu untersuchen. Sie stießen auf einen Schichtkuchen der deutschen Geschichte: Der obere Teil stammt noch aus dem Kaiserreich, der untere aus der DDR. Dort, wo jetzt die Bühne steht, hingen mal Hakenkreuzfahnen, da war der Saal Kantine. Heute hängt dort ein moosgrüner Vorhang aus DDR-Zeiten, unten rechts geschwärzt von Brandflecken - aber weit sind die Flammen zum Glück nicht gekommen.

Das ehemalige WF-Kulturhaus in Berlin-Oberschöneweide

Lampen aus dem Palast der Republik

Im Terrassensaal des WF-Kulturhauses finden damals bis zu 900 Menschen Platz. Für wenig Geld können die Leute feiern, tanzen und sich unterhalten lassen. Es gibt auch Vorträge, aber zu denen kommen die wenigsten. Der Moderator Heinz Florian Oertel präsentiert eine Vormittagsshow, die Starsängerin Dagmar Schellenberg von der Komischen Oper tritt auf. Zum großen Herbstball kommt man für 5,10 Mark. Man sitzt auf Stühlen mit groben Stoffbezügen, auf den meisten Tischen stehen kleine Lampen fürs Ambiente. Das Tanzparkett in der Mitte bleibt frei, nur bei Filmvorführungen oder Konferenzen wird der Saal vollgestellt. Von der Decke hängen später Kugelleuchten aus "Erichs Lampenladen" - dem Palast der Republik.

Es ist eigenartig, aber dieser Ort scheint zu sprechen. Man meint, die Vergangenheit hören zu können, kann sich das Klirren des Geschirrs und der Gläser vorstellen, das Gelächter, den Applaus. Die Absätze auf dem Parkett, das heute hellgrau und verstaubt da liegt. Ein Ort mit einer Seele.

Elf Einheiten, möglichst an mehrere Einzelmieter

"Es soll alles noch heller werden, wir möchten die Fenster vergrößern, so wie sie einmal gewesen sind", sagt Gesine Lenz. Vor dem Umbau in den 1940ern fiel das Licht durch beide Seiten des Saals, dann wurden die Öffnungen für Kinoaufführungen zugemauert. Auch in Zukunft soll der Terrassensaal für Veranstaltungen genutzt werden, für welche, ist noch nicht ganz klar. Es gibt laut Trockland Interessenten, die hier gerne Tagungen, Vorträge und andere Events für Unternehmen umsetzen möchten, andere könnten sich das Haus beispielsweise als Ort für "Escape Room"-Spiele vorstellen. Ein Club oder ein Konzerthaus seien unwahrscheinlich, sagt Gesine Lenz. Das lasse der Schallschutz nicht zu.

Trockland will den Komplex in elf Einheiten aufteilen, die dann flexibel miteinander geschaltet werden können. Das Hotel, das auch Co-Working-Schreibtische anbietet, zum Beispiel. Alles an einen einzigen Kunden zu vermieten sei nicht das Ziel – um kein "Klumpenrisiko" zu haben, falls diesem Mieter das Geld ausgeht. "Der Auftrag vom Stadtplanungsamt war eine gewerbliche Nutzung - dabei aber eine möglichst große Flexibilität bei gleichzeitig langfristiger Nutzbarkeit", sagt Lenz.

Optische Verbrechen in kirschrot

Über aufgequollenen Holzboden gelangt man in die Küche, auch die mokkabraune Durchreiche für die Kellnerinnen und Kellner, ein Essensaufzug und eine Bar stehen noch da: "Gegessen und getrunken wurde hier immer viel und gut", sagt Gesine Lenz. Aber nicht nur. Auf alten Bildern sieht man Kinder bei der Weihnachtsfeier, es gibt Fotoausstellungen, einen Betriebschor, eine Bibliothek und einen Jugendclub. Es sei eines der besten Kulturhäuser der Stadt gewesen, sagt dessen Leiter Karl Aschrich später in einem Interview, nicht ohne Eigenlob. "Wir hatten Gesellschaftstanzpaare, die waren DDR-Meister", erzählt Aschrich.

Unterm Dach sieht man noch die Spuren des Amateur-Filmstudios. Ein paar weiße Akustikpaneele hängen an der Decke. Die Tapeten neben der großen Scheibe zum Aufnahmeraum und der kirschrote Heizkörper sind als optische Verbrechen zu bezeichnen - aber das sagt sich ja heute so leicht. Hier oben möchte Trockland Büroräume vermieten. Nebenan ist ein "Boutique-Hotel" mit 84 Zimmern geplant. Hinten wird ein 1.500 Quadratmeter großes Gartenhaus angebaut. Die Verbindung zwischen den Gebäudeteilen schafft ein Atrium mit begehbarem Dachgarten.

Der Standort stirbt - die Erinnerung nicht

Nach der Wende schließt das Kulturhaus. 1992 diskutieren hier Betriebsräte bei einer Konferenz noch, was sie dagegen tun können, dass die Welt die sie kennen, verschwindet. Der Industriestandort Oberschöneweide stirbt. Zu DDR-Zeiten arbeiteten hier noch rund 25.000 Menschen. Wenige Jahre nach der Wiedervereinigung sind es knapp 3.000. Mitte der 1990er sind 80 Prozent der Bewohner des Viertels Sozialhilfeempfänger. Die Einwohnerzahl sinkt binnen weniger Jahre von 28.000 auf 12.000.

Das Kulturhaus wird mehrmals verkauft, aber keiner der Eigentümer bringt etwas damit zustande. 2015 scheitert die Idee, hier Wohnungen für Studierende einzurichten. Dass das Interesse und die Erinnerungen vieler Nachbarinnen und Nachbarn aber auch nach drei Jahrzehnten nicht verblasst sind, zeigt eine Begehung im vergangenen Jahr: Zu dem Termin kommen 120 Menschen.

"Boom-Korridor Berlin-Südost"

Genau gegenüber, auf dem Gelände des einstigen Kabelwerk Oberspree (KWO), steht heute die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), mit etwa 10.000 Studierenden. Start-Ups haben sich angesiedelt, Ateliers und Galerien. Die Mieten steigen, teilweise so stark, dass der Bezirk die Ecke nördlich der Wilhelminenhofstraße zum Milieuschutzgebiet erklärt hat. Trockland bezeichnet die Gegend im Exposé für die "Wilhelmine" als "Boom-Korridor Berlin-Südost".

Die Firmensprecherin Jessica Esser betont beim Besichtigungstermin immer wieder, nichts an der Nachbarschaft vorbeizuplanen und sensibel mit der Geschichte des Ortes umgehen zu wollen. Nicht weit entfernt saniert Trockland das ehemalige Gebäude des DDR-Rundfunks an der Nalepastraße. "Wir wollen auch hier langfristig und nachhaltig vermieten", sagt Esser. Sie spricht von Argwohn und Rechtfertigungsdruck, dem das Berliner Unternehmen sich oft ausgesetzt sehe. In diesem Fall sei die Resonanz aber überwiegend positiv.

Was es kostet, das Gebäude mit seinen beabsichtigten rund 7.800 Quadratmetern Mietfläche zu kaufen und denkmalgerecht zu sanieren, erfährt man von Trockland auf Nachfrage nicht. Man äußere sich grundsätzlich nicht zu Zahlen. "Am Ende des Tages muss es sich rechnen", sagt Esser. Heißt: Die künftigen Mieten müssen das Geld erstmal wieder einspielen. Wie zugänglich das Haus für die Nachbarschaft sein wird, hängt von den Mietern ab. Bisher ist eine "teilöffentliche Nutzung" geplant.

In der ersten Hälfte 2026 soll der Komplex eröffnen

Läuft alles so wie beabsichtigt, rollen hier Ende kommenden Jahres die Bagger an. In der ersten Hälfte 2026 soll die "Wilhelmine" eröffnen. Gesine Lenz läuft noch auf der Innenseite des künftigen Haupteingangs vorbei, dem traurigen Gesicht. Durch dessen Glasmund fällt die Augustsonne. Dann schließt sie wieder die Stahltür auf und man ist zurück auf dem Gehweg.

"Ich habe den Eindruck: Die meisten Leute, mit denen wir sprechen, sind einfach froh, dass hier wieder etwas passiert", sagt sie. "Es ist ein magischer Ort." Der verrammelte Säulengang soll ein Glasdach bekommen, falls das Denkmalamt zustimmt. Wo jetzt die Sperrholzplatten hängen, läge ein Vorgarten. Auch die ehemaligen Kassenschalter des Kulturhauses kämen wieder ans Tageslicht. Dann könnte man hier Kaffee kaufen.

Sie kommen auch oft an einem besonderen, leerstehenden Gebäude vorbei und fragen sich, was es damit eigentlich auf sich hat? Schreiben Sie uns Ihre Vorschläge an internet@rbb-online.de mit dem Betreff "Bau fällig", wir freuen uns über Ihre Anregungen!

Beitrag von Sebastian Schneider

13 Kommentare

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  1. 13.

    Warum sollte sich jemand aus den oberen 10.000 in so eine Gegend verirren. Hat Berlin überhaupt etwas für die oberen 10.000 zu bieten?
    Nur weil da weiße Tischdecken drauf sind, ist das noch lange keine Nobelbunker.
    Für die sogenannte Mittelschicht müssen mehr Angebote geschaffen werden. So wie früher wie Sie es beschreiben. Und noch ist die Mittelschicht mit ca. 60% die größte Bevölkerungsgruppe.
    Das was ich auf den Bildern sehe, erinnert mich an den "Aktivist" in Eisenhüttenstadt.
    Schön aber mitnichten etwas für die oberen 10.000 sondern ziemlich genau die gleiche Zielgruppe wie damals.
    Die Werktätigen bzw. die damals Werktätigen und nun Rentner, die sich gern mehr als Späti und Stehbier leisten wollen und können.
    Also gönnt denen die den Wohlstand im Lande sichern ruhig auch mal etwas, so wie früher.

  2. 12.

    Mal den Artikel lesen. Schöneweide war schon immer ein Arbeiterbezirk und das Gebäude liegt nicht am Wasser, sondern an der Hauptverkehrsstraße. Da wird sich niemand von den oberen 10.000 hin verlaufen.
    Das Geld für die denkmalgerechte Sanierung muss ja irgendwie reinkommen. Da funktioniert nur eine Mischnutzung.
    Bei uns in Karlshorst ist ist das Kulturhaus komplett abgerissen und neu aufgebaut worden mit Geschäften, Arztpraxen, Büros und einem Teil Kultur. Das funktioniert und ist für alle da.

  3. 11.

    Leider muss ich Bolle hier recht geben. Das "WF" reiht sich ein in viele schöne Orte wo wir früher feiern und tanzen waren. Die "Riviera" mit Gesellschaftshaus wo im Sommer draußen Musik spielte und ausgeschenkt wurde das "BW" Betonwerk Grünau wo wir tanzen waren und das "WF" natürlich wo wir abends tanzen gegangen sind alles zu, alles verstaubt und wenn es wieder eröffnet wird, dann nur für die oberen 10.000. Schade.

  4. 10.

    Wir sollten uns doch freuen, dass ein Investor Geld in die Hand nimmt, um diesem Schandfleck neues Leben einzuhauchen. Die Gegend um die HTW boomt und hier können sich in den nächsten Jahren noch viele kreative Unternehmen ansiedeln.
    Außerdem ist das Konzept sehr breit angelegt.
    Dieses Gerede vom bösen Investor, der scheitern wird, weil er nur auf Profit aus ist, kann ich nicht mehr hören!

  5. 9.

    Schon allein bei Escape-Room sind in meinem Bekanntenkreis einige in hellen Jubel ausgebrochen. Die Restaurierung wird super, ich freue mich schon :-)

  6. 8.

    Wen meinen Sie konkret mit "die Berliner"? Trockland ist ebenfalls ein Berliner Unternehmen und mal gucken, ob die es "hinbekommen". Die bisherigen Ergebnisse, die das Unternehmen vorzuweisen hat, lassen bei mir eher die Erwartung aufkommen, dass nun auch Oberschöneweide einen Co-Working-Space und einen Escape-Room bekommt, die nicht angenommen werden.

  7. 7.

    Na ja an Dönerbuden und Spätis mangelt es in Berlin doch eher nicht und für eine Dönerbude oder Späti scheint das Objekt ein wenig groß auch in Berlin.
    In jeder anderen Stadt ist man froh wenn sich endlich jemand um so einen Lost Place kümmert.
    In Berlin meckert man noch rum, obwohl es die Berliner jahrzehntelang selbst verkommen lassen haben bzw. nicht hinbekommen haben was draus zu machen.

  8. 6.

    Kann der rbb auch mal in der Stadthalle in Ffo vorbeikommen?

  9. 5.

    Dafür brauch ich wahrhaftig keine Glaskugel, da hilft mir die schnöde Empirie: gucken Sie doch einfach mal nach, was diese Vorzeigeinvestorin bisher so für Bauvorhaben umgesetzt hat. Googeln Sie z.B. mal „Zukunft am Ostkreuz“ und „Verdrängung“. Und schauen Sie auch mal nach, wie ihre Mieter:innen Trockland so bewerten.

    Denken Sie vielleicht in 3-5 Jahren nochmal drüber nach, ob Sie in das dann ggf. fertiggestellte Objekt regelmäßig für Ihre Freizeitgestaltung gehen. Ich hab da ja meine Zweifel, aber vielleicht sind Sie liquide genug.

  10. 4.

    Ja das Gebäude sagt mir auch was, da war ich f r ü h e r öfters zum „Tanz für Alleinstehende“ :-)). War mächtig was los.
    Die Restauration würde mich auch sehr freuen.

  11. 3.

    Sie sind also „man“, der ewige berliner Nörgler und Meckerer, dessen Herz noch an „Bolle“ hängt, mit der klugscheißerischen Gabe des Blickes in eine Glaskugel.

  12. 2.

    Kann man sich schon vorstellen, was dabei rauskommt: Casual Fine Dining und Hotellerie für die oberen Zehntausend, seelenlose Firmen-Events und hyperindividualisiertes „Coworking“ für die Brogrammer-Elite. Und für den Rest: überteuerten Kaffee. Nein, hier ist wirklich niemand „einfach froh, dass hier wieder etwas passiert“, wenn Trockland „investiert“. Jeder Späti trägt mehr zum sozialen Zusammenhalt der Nachbarschaft bei, als dieses demnächst „aufgewertete“ Gespenst eines ehemaligen Kulturpalasts.

  13. 1.

    Ich habe mich sehr über diesen Beitrag gefreut, habe ich doch im WF gelernt, über 20 Jahre dort gearbeitet und im Kulturhaus viele schöne Veranstaltungen erlebt. Gern würde ich die „Wilhelmine“ im neuen Licht erstrahlen sehen.

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