Berlinale-Filmvorführung im Freiluftkino Friedrichshain © Jens Kalaene
dpa-Zentralbidl

71. Internationale Filmfestspiele Berlin - Sommer-Berlinale open air mit Publikum

Bis Sonntag werden in 16 Freiluftkinos noch zahlreiche Berlinale-Filme gezeigt. Nachdem im März ein digitaler Branchentreff stattfand, ist die Sommer-Berlinale ein Publikumsfestival. Am Wochenende wurden die Bären vergeben. Der Goldene Bär ging an den rumänischen Regisseur Radu Jude für die Satire "Bad Luck Banging Or Loony Porn". Maria Schrader präsentierte ihren Film über die Liebe zu einem Roboter, Schauspieler Daniel Brühl zeigt sein Regiedebüt.

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Der feine Unterschied | Heide Oestreich E15 © rbb/Gundula Krause
rbb/Gundula Krause

Der feine Unterschied - Die feministische Kolumne von Heide Oestreich - So klingt ein hohles Statussymbol

Jetzt ist es amtlich: Die FU hat Franziska Giffey, Spitzenkandidatin der SPD für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus, den Doktortitel offiziell aberkannt. Dass jemand quasi am Tag danach munter in den Wahlkampf für das nächste Spitzenamt zieht, halten viele nur in Berlin für möglich. Heide Oestreich guckt mal durch die Feminismus-Brille darauf.

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  • Alexander Glasunow

    Les ruses d'amour (Der Liebe Listigkeit), op. 61 (Ballett)

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Literatur

Rezensionen

Elisabeth Steinkellner: Papierklavier © Beltz & Gelberg
Beltz & Gelberg

Jugendbuch | ab 15 Jahren - Elisabeth Steinkellner: "Papierklavier"

Elisabeth Steinkellners Coming-of-Age-Roman "Papierklavier" ist für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2021 nominiert. Eigentlich hätte es auch mit dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet werden sollen. Doch der Ständige Rat der katholischen Deutschen Bischofskonferenz hat dagegen sein Veto eingelegt und damit für viel Kritik gesorgt.

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Lisa de la Salle: When do we dance © Naïve
Naïve

Album der Woche | 14.06. - 20.06.2021 - Lise de la Salle: "When do we dance?"

Rachmaninow und Ravel, Bach und Mozart, Chopin, Schumann und Liszt hat die französische Pianistin Lise de la Salle auf bisherigen CDs eingespielt. Ein rein klassisches Programm. Jetzt, mit dreiunddreißig Jahren, wagt sie sich auf ihrem aktuellen Album auf neues Terrain. "When do we dance?" - Wann tanzen wir? - fragt der Titel des Albums. Und sobald man die CD auflegt, ist die Antwort klar: sofort.

Berliner Ensemble: Fabian oder Der Gang vor die Hunde; hier: Marc Hosemann, Margarita Breitkreiz; © Matthias Horn
Matthias Horn

Berliner Ensemble - "Fabian oder Der Gang vor die Hunde"

Gerade hatte Erich Kästners Roman "Fabian oder Der Gang vor die Hunde" bei der Berlinale Premiere, da kommt der Stoff zwei Tage später auf einer Berliner Theaterbühne heraus. Fünf Stunden nahm Frank Castorf sich dafür Zeit, während das Publikum mit Masken im Zuschauersaal saß.

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Setfoto des Berlinale-Films "Nous" von Alice Diop aus der Sektion Encounters (Quelle: Sarah Blum)
Sarah Blum

Berlinale - "Nous": Preisgekrönte Dokumentation

Als die französische Filmemacherin Alice Diop im März von Berlinale-Chef Carlo Chatrian die frohe Botschaft überbracht bekam, dass ihr Film "Nous" als bester Film der Reihe "Encounters" ausgezeichnet wurde, war sie aus dem Häuschen vor Freude. Nun kam auch noch der vom rbb ausgelobte Dokumentarfilmpreis hinzu.

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Joseph Beuys in seiner Wohnung in Düsseldorf, 1981 © Joseph Beuys in seiner Wohnung in Düsseldorf, 1981
Joseph Beuys in seiner Wohnung in Düsseldorf, 1981

Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart, Berlin - "Von der Sprache aus. Joseph Beuys zum 100. Geburtstag"

1985, wenig Monate vor seinem Tod, erklärte Joseph Beuys in einer Rede in den Münchner Kammerspielen, dass sein "Begriff des Plastischen" im Sprechen und Denken beginne. Dieser grundlegenden Bedeutung von Sprache für sein künstlerisches Schaffen geht diese Ausstellung im Hamburger Bahnhof im Jahr seines 100. Geburtstags nach.

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Restaurant Kink im Pfefferberg – Gartenterrasse; © Elisabetta Gaddoni
Elisabetta Gaddoni

Bar & Restaurant im Pfefferberg - "Kink" - Neue Geschmackserlebnisse im Sommergarten

Durch die Pandemie musste das "Kink" mehrmals seine Eröffnung verschieben und im Herbst eine lange Pause einlegen. Jetzt ist das beeindruckend gestaltete Lokal im Komplex der ehemaligen Brauerei im Pfefferberg aber geöffnet und bietet in einem der schönsten Sommergärten Berlins eine verspielte Aromaküche an, die mit ungewöhnlichen Kombinationen fasziniert.

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Zadie Smith: Grand Union © Kiepenheuer & Witsch
Kiepenheuer & Witsch

Erzählungen - Zadie Smith: "Grand Union"

Sie gehört zu den ganz Großen der zeitgenössischen Literatur - und wagt sich nun zum ersten Mal an etwas, das man so von ihr nicht kennt: die britische Schriftstellerin Zadie Smith hat mit "Grand Union" ihren ersten Erzählungsband veröffentlicht. Es sind 19 sehr unterschiedliche Short Stories, in denen sich die Autorin ausprobiert und in großer erzählerischer Dichte Themen wie Rassismus, Klassismus und Sexismus spürbar macht.

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Der Mauretanier – hier: Tahar Rahim (als Mohamedou Ould Slahi); © Tobis
Tobis

Eröffnungsfilm des Berlinale Summer Specials - "Der Mauretanier"

779 Gefangene wurden in der Folge der Anschläge von 9/11 auf dem berüchtigten amerikanischen Militärstützpunkt im kubanischen Guantanamo festgehalten, viele davon jahrelang ohne Anklage. So wie der Deutschtürke Murat Kurnaz hat auch der Mauretanier Mohamedou Ould Slahi einen Report über seine traumatischen Erlebnisse in Guantanamo geschrieben. Der Schotte Kevin Macdonald hat diese Geschichte verfilmt.

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The Movies; © Studio Hamburg Enterprises
Studio Hamburg Enterprises

12-teilige Chronik des amerikanischen Kinos - "The Movies. Die Geschichte Hollywoods"

Die Geschichte der Traumfabrik Hollywood in 12 mal 45 Minuten zu erzählen – das versucht die Serie "The Movies", die zunächst bei CNN zu sehen war und nun als DVD und Blu-ray auf den Markt kommt. Ein ehrgeiziges Unterfangen, meint unser Kritiker, bei dem man viel lernen kann, das einen mit einer Vielzahl an Informationen und Eindrücken manchmal aber auch erschlägt.

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Edvard Grieg: Alfedans © Deutsche Harmonia Mundi
Deutsche Harmonia Mundi

Album der Woche | 07.06. - 13.06.2021 - Edvard Grieg: "Alfedans"

Ein Streichinstrument mit Tasten an der Seite, das ist die sogenannte Nyckelharpa ("Schlüsselfidel"). Ihre Saiten werden wie bei der Geige mit einem Bogen gestrichen. Die Nyckelharpa wird heute vor allem der schwedischen Volksmusik gespielt – aber einer der weltbesten Spieler ist ein Italiener, der in Deutschland lebt: Marco Ambrosini. Gemeinsam mit der Organistin Eva-Maria Rusche hat er Musik von Edvard Grieg aufgenommen.

 

Jüdisches Museum Berlin: Yael Bartana © Auftragsarbeit für das Jüdische Museum Berlin
Auftragsarbeit für das Jüdische Museum Berlin

Jüdisches Museum Berlin - "Yael Bartana – Redemption Now"

"Erlösung Jetzt" - wer hätte sich das nicht zwischendurch gewünscht in diesem Pandemie-Jahr! Gerade in Krisenzeiten haben Heilsversprechen Konjunktur, sind einzelne Gruppen bis hin zu ganzen Nationen empfänglich dafür, was religiöse oder politische Anführer als "Erlösung" anbieten. Mit "Redemption Now" gibt das Jüdische Museum Berlin Einblick in das Werk der israelischen Künstlerin Yael Bartana.

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Riad Sattouf: Der Araber von morgen, Band 5; Montage: rbbKultur
Penguin Verlag

Comic des Monats - Riad Sattouf: "Der Araber von morgen" (Band 5)

Die autobiografische Comicreihe "Der Araber von morgen" stürmt seit gut sechs Jahren die Beststellerlisten in Frankreich. Riad Sattouff beschreibt darin, wie er als blonder Halbaraber in Syrien und Frankreich aufwächst. Die Reihe nimmt vor allem die kulturelle Kluft zwischen Europa und der arabischen Welt in den Blick. Andrea Heinze stellt Band 5 vor.

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Kids Run © Flare Film/ Falko Lachmund
Flare Film/ Falko Lachmund

Drama - "Kids Run"

"Kids Run" – Kinder rennen – so heißt der Debüt-Spielfilm der Regisseurin Barbara Ott. Barbara Ott, 1983 im bayerischen Tirschenreuth geboren, hat als Regieassistentin und Requisiteurin beim Film begonnen und dann Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg studiert. Schon in ihrer Abschlussarbeit, dem preisgekörten Kurzfilm "Sunny", ging es um einen jungen Vater zwischen Kind und Arbeit. Jetzt hat die Regisseurin diese Geschichte ausgebaut zu ihrem ersten Langfilm.

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Donna Leon: Flüchtiges Begehren © Diogenes
Diogenes

Commissario Brunettis 30. Fall - Donna Leon: "Flüchtiges Begehren"

Mit der Erfindung ihres Commissario Brunetti, der sich schlafwandlerisch durch das labyrinthische Venedig bewegt, seine Familie abgöttisch liebt und sich bei der Lektüre der alten Klassiker entspannt, landete Donna Leon einen literarischen Coup. Mit "Venezianisches Finale" startete sie die Serie der Brunetti-Romane, die in unzählige Sprachen übersetzt werden und ihr Konto mit Geld füllt. Jetzt erscheint "Flüchtiges Begehren", der 30. Fall für den sympathischen Kommissar.

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Der Rausch © pa/dpa/EFA/Henrik Ohsten
EFA

Drama - "Der Rausch"

Vier europäische Filmpreise, einen Oscar für den Besten Film, eine Nominierung für die Beste Regie: Thomas Vinterbergs Alkohol-Drama "Der Rausch" hat schon eines an Lob und Ehr erfahren, bevor er jetzt zu uns in die Kinos kommt.

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Aaron Pilsan: The Well-Tempered Clavier © Alpha Classics
Alpha Classics

Album der Woche | 31.05. - 06.06.2021 - Aaron Pilsan: "Bach - Das Wohltemperiere Klavier I"

Der österreichische Pianist Aaron Pilsan ist zwar erst 26 Jahre alt, aber seine Karriere ist bereits beachtlich. Als Jungstudent am Mozarteum in Salzburg studierte er bei Karl-Heinz Kämmerling, später bei Lars Vogt. Dabei bildete Bachs Musik stets einen Schwerpunkt in seiner Ausbildung. Ein Album mit dem Cellisten Kian Soltani hat er bereits veröffentlicht und ein Soloalbum, das Werken von Beethoven und Schubert gewidmet ist. Jetzt hat er sich an Bachs Wohltemperiertes Klavier gewagt.

 

Zeruya Shalev: Schicksal © Berlin Verlag
Berlin Verlag

Roman - Zeruya Shalev: "Schicksal"

Über das Schicksal nachzudenken, heißt, darüber nachdenken, ob das Leben nicht auch ganz anders hätte verlaufen können. Es heißt, nach Fehlern zu suchen, die vermeidbar gewesen wären oder nach dem Punkt, an dem eine Umkehr möglich gewesen wäre. Oder ist Schicksal vielmehr die Unabwendbarkeit der Ereignisse, die sich so oder so ähnlich vollziehen, ob man will oder nicht? Das sind Fragen, über die Zeruya Shalev in ihrem neuen Roman "Schicksal" nachdenkt oder über die sie vielmehr die beiden Frauen nachdenken lässt, die einander dort im Israel der Gegenwart begegnen.

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Sir Simon Rattle © picture alliance/ dpa/ Henry Lin
picture alliance/ dpa/ Henry Lin

Drei Werke und ein Abschied - Die Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle

In Pandemie-Zeiten ist alles anders: Da wollte Simon Rattle Edward Elgars Oratorium "The Dream of Gerontius" aufführen - mit großem Chor und Orchester derzeit unmöglich. Also als Ersatz einmal Alberto Ginastera: Dessen Variaciones concertantes lassen alle Instrumente des Orchesters mal hervortreten. Leider wenig originell - die Berliner Philharmoniker waren hier komplett unterfordert.

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Podcasts

Fruchtfolgen © rbbKultur
rbbKultur

rbbKultur Fruchtfolgen – die Zukunft auf dem Acker

Wie lässt sich Wasser in der Landschaft halten? Hat Schweinemast noch eine Zukunft? Können sich Schafhalter doch mit dem Wolf arrangieren? Wächst unter dem Solardach noch Gemüse? rbb-Moderator Andreas Jacob fragt Forscher*innen nach den Landschaften der Zukunft. Fruchtfolgen ist ein rbb-Podcast in Zusammenarbeit mit dem Forschungsnetzwerk Querfeldein. In sechs Folgen trifft Wissenschaft auf Landschaft – immer mittwochs.

Weltbewegend – ein Podcast über Frauen & Macht © rbbKultur
rbbKultur

rbbKultur Weltbewegend – Frauen und Macht

Jede Folge eine feministische Herausforderung und eine Frau, die die Welt bewegt. Gemeinsam mit Korrespondent:innen und anderen Gesprächspartner:innen nimmt Franziska Walser ausgewählte Staatschefinnen und Führungsfrauen aus der ganzen Welt unter die Lupe. Der Podcast verbindet große Konzepte wie "Feministische Außenpolitik" mit politischen Alltagsfragen wie z.B. Warum dürfen Mütter erst seit Kurzem im Parlament stillen? Und warum wird jede Politikerin irgendwann mit der "Iron Lady" Margaret Thatcher verglichen?

Der feine Unterschied | Heide Oestreich © rbb/Gundula Krause
rbb/Gundula Krause

rbbKultur Der feine Unterschied - Die feministische Kolumne von Heide Oestreich

Wir werden immer gleicher – in unserem Anspruch, gesehen und gehört zu werden. Zugleich streiten wir hochdramatisch über unsere Unterschiede. Zum Beispiel über diese winzig kleine Differenz zwischen "Frauen" und "Männern". Über Herkünfte und Hautfarben, die Art, wie wir lieben oder unser Geschlecht definieren. Immer geht es ums Ganze: um unsere mühsam gebastelten Selbstbilder. Wehe, jemand kratzt daran! Heide Oestreich beguckt sich in unserer feministischen Kolumne den feinen Unterschied, den wir alle machen – jeden Freitag auf rbbKultur und überall, wo es Podcasts gibt.

Podcast | Musik bauen: Wir lernen Intervalle © rbb
rbb

rbbKultur Musik bauen – wir lernen Intervalle

Wir alle lieben es, Musik zu hören, zu ihr zu tanzen oder Lieder zu singen. Aber was braucht man eigentlich, um selbst Musik zu machen? Gar nicht so viel. Die eigene Stimme oder ein Instrument und offene Ohren reichen schon aus. Aber es gibt noch ein paar Dinge, die einem dabei helfen können, sich selbst Melodien auszudenken, Musik "zu bauen". Zum Beispiel, wenn man weiß, was ein Intervall ist.

Podcast | Der zweite Gedanke © rbbKultur

rbbKultur Der Zweite Gedanke

Hier geht es um alles, was unser Miteinander betrifft: Bildung, Demokratie, Freiheit, Klima, Städtebau - Themen und Fragen unserer Zeit. rbbKultur-Redakteurin Natascha Freundel spricht mit zwei Gästen, die wissen, wovon sie reden. Philosophisch und persönlich. Kritisch und konstruktiv. Immer auf der Suche nach dem zweiten, neuen Gedanken.

Claudio Abbado © Cordula Groth
Cordula Groth

rbbKultur Nennt mich Claudio

Claudio Abbado war der erste Lässige in einer aufgesteiften Klassik-Welt und machte sie sinnlicher. Er stammte aus Mailand, kam über Wien und London nach Berlin. Hier begründete seine 12-jährige Ära bei den Berliner Philharmonikern ein neues Bild des Dirigenten. Er verjüngte das Orchester wie kein anderer. Abbado sprach wenig, teilte den Ruhm dafür gern mit befreundeten Solisten wie Maurizio Pollini oder Martha Argerich. Im Konzert konnte er ein Orchester ungeahnt "abheben" lassen. Exzeptionelle Aufnahmen gelangen ihm bei Mahler, Beethoven, Haydn, Rossini und einigen Verdi-Opern.

Wer hat Burak erschossen? © rbbKultur
rbbKultur

rbbKultur Wer hat Burak erschossen?

In Berlin-Neukölln steht der 22-jährige Burak Bektaş mit vier Freunden vor einem Wohnhaus. Es ist eine Nacht im April 2012. Die jungen Männer unterhalten sich, lachen, trinken Wodka Energy, als plötzlich ein älterer Mann auftaucht und auf sie schießt. Alex und Jamal werden schwer verletzt, Burak stirbt. Der Täter bleibt unerkannt, die Hintergründe bis heute rätselhaft, die polizeilichen Ermittlungen ohne jedes Ergebnis.

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