Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen, l), Außenministerin, und Emine Dschaparowa, stellvertretende Außenministerin der Ukraine © Bernd von Jutrczenka/dpa
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Feministisch, divers, weltoffen - Die Zukunft der Außenpolitik ist feministisch

Eine Sendung mit Shelly Kupferberg

Als Kristina Lunz ihr Buch geschrieben hat, gab es noch keine Außenministerin Annalena Baerbock, gab es auch bis dahin in Deutschland keine Frau in diesem Amt. Schweden und Kanada sind 2014 und 2017 mit einer feministischen Außenpolitik vorangegangen. Im Zentrum steht dabei der Mensch und nicht der Staat, so die Autorin und Aktivistin Kristina Lunz.

Und wenn 51 Prozent der Menschheit Frauen sind, dann wird es höchste Zeit, dass sie paritätisch an diplomatischen Verhandlungen zu den Themen Abrüstung, Sicherheit und Klimaschutz beteiligt sind. Kristina Lunz - und mit ihr viele weitere Frauen - erwarten, dass durch eine feministische Außenpolitik die Welt friedlicher wird und gerechter.

Davon waren bereits 1915 all jene Feministinnen überzeugt, die auf ihrem internationalen Kongress in Den Haag während des Ersten Weltkriegs Frieden forderten und für die Gleichberechtigung kämpften.

85 Jahre später wurde in der Resolution 1325 der Vereinten Nationen verankert, dass Frauen an Friedensgesprächen und Verhandlungen teilnehmen sollen. Welche Erfolge gibt es seit dem Jahr 2000? Und vor welchen Herausforderungen steht die erste deutsche Außenministerin?

Gäste

Shelly Kupferberg im Gespräch mit der Autorin und Mitbegründerin des Centre for Feminist Foreign Policy (CFFP) Kristina Lunz, mit Rebecca Kašēns, Co-Vorsitzende des Vereins Frauen@diplo, und mit Aydan Özoğuz, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe

Mehr zum Thema
The Centre for Feminist Foreign Policy: centreforfeministforeignpolicy

Aydan Özoğuz: www.oezoguz.de

Rebecca Kašēns und der "Podcast vom Posten" Folge 51:
Warum führen Friedensprozesse, an denen Frauen beteiligt waren, zu stabileren Ergebnissen?

Buch
Kristina Lunz: "Die Zukunft der Außenpolitik ist feministisch"
Econ, 448 Seiten
22,99 Euro

Erscheint am 24.02.2022