Kunsthalle Berlin im Flughafen Tempelhof © dpa/Jens Kalaene
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Hangars Flughafen Tempelhof - Aus für die "Kunsthalle Tempelhof" - Wie soll es weitergehen?

Ein Gespräch mit Zoë Claire Miller vom Berliner Berufsverband Bildernder Künstler*innen e.V.

Jetzt also doch das Aus für die sogenannte "Kunsthalle Tempelhof": Monatelang war darüber gestritten worden, wie es mit den Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof weitergeht. Seit Anfang des Jahres hatte der Bonner Kulturmanager Walter Smerling dort Ausstellungen in der von ihm so getauften "Kunsthalle Tempelhof" organisiert, er hatte einen Deal mit Berlins Ex-Bürgermeister Michael Müller geschlossen: Bis zu einer ordentlichen Vergabe der Räumlichkeiten darf Smerling in den Hangars Ausstellungen zeigen, dafür bezahlt er keine Miete. Der Aufschrei in einem Teil der Berliner Kunstszene war groß. Die Kritik: Ein privater Kulturmanager wird unterstützt mit öffentlichen Geldern; mangelnde Einbeziehung lokaler Künstler; unsaubere politische Verstrickungen.

Nachdem der Berliner Senat den Mietvertrag mit Smerling vor Kurzem trotzdem verlängert hatte, hat er nach dem öffentlichen Druck diese Woche zurückgerudert: Das Areal wird nun doch nicht weiter an Smerlings private Stiftung vermietet.

Der Berufsverband Bildender Künstler*innen Berlin hat von Anfang an stark gegen die "Kunsthalle" protestiert, die Sprecherin des Verbandes Zoë Claire Miller ist jetzt am Telefon.