Klaviertastatur mit Lichtreflexen; © imago-images/McPHOTO/M. Gann
imago-images/McPHOTO/M. Gann
Bild: imago-images/McPHOTO/M. Gann Download (mp3, 26 MB)

- a-Moll

Eine Annäherung auf weißen Tasten

a-Moll ist der beste Schulfreund. Er hatte seinen Kassettenrekorder zur Schulskikurswoche mitgebracht. a-Moll ist Zimmerlautstärke und die Stille danach. a-Moll schiebt ein Stück Papier unter der Tür durch zum Zimmer der Zweitschönsten, darauf steht: Störe ich? Er hätte wohl gestört, man war hier in Dur gestimmt.

In der Musik ist a-Moll, mit C-Dur im Zentrum des Quintenzirkels, wie das Salz in der Suppe. Von der Barockzeit bis heute hat der Dreiklang a-c-e viele Deutungen über sich ergehen lassen und alle Moden überdauert. Wer anfängt Gitarre zu spielen, kommt ohne a-Moll nicht aus, mancher auch nicht darüber hinaus.

In einem von der Schauspielerin Chris Pichler interpretierten Text und nie gehörten Klang- und Soundcollagen porträtiert das Feature jene Tonart, die von Musikfachleuten gerne als "die schlechteste Tonart" von allen bezeichnet wird: a-Moll.

Das außergewöhnliche Feature von Philip Scheiner wurde 2008 in der Kategorie Musik mit dem Prix Italia ausgezeichnet.

Von Philip Scheiner

Regie: der Autor
Produktion: ORF 2008