An einem Zaun in Berlin-Neukölln hängt neben gespendeter Kleidung für Bedürftige ein Tuch mit der Aufschrift "#Leave No One Behind"; © dpa/Fabian Sommer
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Die Grenzen der Solidarität - Schutz und Hilfe - aber nicht für alle

Applaus für Pflegekräfte, Gutscheinkauf fürs Lieblingskino oder Einkaufshilfe für ältere Nachbarn – solche Gesten wurden zu Beginn der Corona-Pandemie als Zeichen des großen gesellschaftlichen Zusammenhalts gefeiert. Aber wie tragfähig ist diese Solidarität und wem gilt sie eigentlich? Kann die kranke Rentnerin auch weiter mit der Rücksicht ihrer jungen Nachbarn rechnen?

Zumindest zählt sie offiziell zur vulnerablen Gruppe der Bevölkerung, die es besonders zu schützen gilt. Bei rumänischen Schlachthofarbeitern oder Geflüchteten in Gemeinschaftsunterkünften werden schon andere Maßstäbe angelegt. Und bei den Abertausenden Gestrandeten auf griechischen Inseln scheinen die Grenzen der Solidarität endgültig erreicht zu sein.

Von Ursula Voßhenrich