Blick von der Förderbrücke F60 im Lausitzer Kohle-Tagebau auf einen See (Quelle: ems)

360-Grad-Video | Tourismus in der Lausitz - Es gibt ein Leben nach der Kohle

Frankreich hat den Eiffelturm - die Lausitz die F60. Die stillgelegte Förderbrücke ist inzwischen ein beliebter Aussichtspunkt und ein Tourismus-Hotspot mitten im ehemaligen Braunkohletagebau. Von Ariane Böhm und Simon Wenzel

Ein Koloss aus Stahl, 11.000 Tonnen schwer und länger als der Eiffelturm - die F60 in Lichterfeld ist eine beeindruckende Erscheinung. Die ehemalige Förderbrücke ist inzwischen ein Besucherbergwerk und eine Eventlocation für Konzerte oder Feuerwerkshows.

Im 360-Grad-Video können Sie jetzt gleich den "liegenden Eiffelturm" besteigen.

Beim Rundgang auf der Brücke können die Besucher Einblicke in eine der größten beweglichen Arbeitsmaschinen der Welt sammeln ­- und aus 75 Metern Höhe auf das Lausitzer Seenland herabblicken. Nicht ganz so weit oben liegt die Plattform "Kanzlerblick", benannt nach Altbundeskanzler Gerhard Schröder, der die F60 im September 2000 besuchte. Da war das Besucherbergwerk frisch eröffnet und der benachbarte Bergheider See noch nicht geflutet.

Bungalows statt Bagger

17 Jahre später ist der Bergheider See mit der alten F60-Förderbrücke spektakuläre Kulisse für Musikfestivals wie das Feel und das Artlake. Zusammen mit dem See soll das Besucherbergwerk Teil eines neuen Erholungsgebiets werden: Bungalows sollen hier entstehen, Campingplätze und ein schwimmendes Haus. Der See soll vor allem Wassersportler wie Wind- und Kitesurfer anziehen - doch noch rollen nur Bagger am Ufer entlang.

 

Feiern auf der Förderbrücke

17 Jahre später ist der See mit der alten F60-Förderbrücke spektakuläre Kulisse für Musikfestivals wie das Feel und das Artlake. Zusammen mit dem See soll das Besucherbergwerk Teil eines neuen Erholungsgebiets werden: Bungalows sollen hier entstehen, Campingplätze und ein schwimmendes Haus. Der See soll vor allem Wassersportler wie Wind- und Kitesurfer anziehen – doch noch rollen nur Bagger am Ufer entlang.

 

Durch das Sanieren werden die ehemaligen Tagebauflächen wieder nutzbar gemacht. Das Ziel ist nicht, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen, sondern die Landschaft so umzugestalten, dass sich daraus neue Lebens- und Entwicklungspotenziale ergeben. Tourismus zum Beispiel. Doch damit aus Kohlegruben Badeseen werden, müssen diese nicht nur geflutet, sondern vorher aufwendig befestigt und anschließend gekalkt werden. Der pH-Wert der Seen wäre sonst sehr sauer und schädlich für die Haut.

 

Zwischen Kohlegrube und Tourismus

Viele der Seen des Lausitzer Seenlands sind in einem ähnlichen Stadium wie der Bergheider See: Irgendwo zwischen Kohlegrube und Tourismus. Bis das größte künstliche Seenland Europas fertig ist, dauert es noch etwas. Laut aktueller Flutungsprognose könnte es frühestens 2021 so weit sein. Das Marketing-

Konzept für die meisten Seen steht aber schon. Auf der Website der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) finden sich Steckbriefe zu den Seen. Jeder soll ein eigenes, einzigartiges Profil bekommen: von „ruhig-sanft“ bis „frisch-sportlich“ ist alles dabei. Profil hin oder her, Wassersport und schwimmende Häuser gibt es trotzdem an fast jedem See.

 

Das Motto des Bergheider Sees lautet “technisch-natürlich”. Das Natürliche braucht noch ein wenig bis zur vollen Blüte. Im Süden des Sees erstreckt sich das “Naturparadies Grünhaus”, betrieben vom Naturschutzbund Deutschland (NABU). Hier soll die Natur das ehemalige Tagebaugebiet besiedeln. In diesem Jahr lässt sich vor allem der Zug der Kraniche beobachten. Vielleicht kann da ja auch das Technische helfen: Von der F60 hat man einen guten Blick.

 

Durch das Sanieren werden die ehemaligen Tagebauflächen wieder nutzbar gemacht. Das Ziel ist aber nicht, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen, sondern die Landschaft so umzugestalten, dass sich daraus neue Lebens- und Entwicklungspotenziale ergeben -Tourismus zum Beispiel. Doch damit aus Kohlegruben Badeseen werden, müssen diese nicht nur geflutet, sondern vorher aufwendig befestigt und anschließend gekalkt werden. Der pH-Wert der Seen wäre sonst sehr sauer und schädlich für die Haut.

Zwischen Kohlegrube und Tourismus

Viele der Seen des Lausitzer Seenlands sind in einem ähnlichen Stadium wie der Bergheider See: Irgendwo zwischen Kohlegrube und Tourismus. Bis das größte künstliche Seenland Europas fertig ist, dauert es noch etwas. Laut aktueller Flutungsprognose könnte es frühestens 2021 so weit sein. Das Marketing-

Konzept für die meisten Seen steht aber schon. Auf der Website der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) finden sich Steckbriefe zu den Seen. Jeder soll ein eigenes, einzigartiges Profil bekommen: von „ruhig-sanft“ bis „frisch-sportlich“ ist alles dabei. Profil hin oder her, Wassersport und schwimmende Häuser gibt es trotzdem an fast jedem See.


Das Motto des Bergheider Sees lautet “technisch-natürlich”. Das Natürliche braucht noch ein wenig bis zur vollen Blüte. Im Süden des Sees erstreckt sich das “Naturparadies Grünhaus”, betrieben vom Naturschutzbund Deutschland (NABU). Hier soll die Natur das ehemalige Tagebaugebiet besiedeln. In diesem Jahr lässt sich vor allem der Zug der Kraniche beobachten. Vielleicht kann da ja auch das Technische helfen: Von der F60 hat man einen guten Blick.

Das Marketing ist schon soweit, der Pegel noch nicht

Viele der Seen des Lausitzer Seenlands sind in einem ähnlichen Stadium wie der Bergheider See - irgendwo zwischen Kohlegrube und Tourismus. Bis das größte künstliche Seenland Europas fertig ist, dauert es noch etwas. Laut aktueller Flutungsprognose könnte es frühestens 2021 so weit sein. Das Marketing-Konzept für die meisten Seen steht aber schon. Auf der Website der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) finden sich Steckbriefe zu den Seen - jeder soll ein eigenes, einzigartiges Profil bekommen: von "ruhig-sanft" bis "frisch-sportlich" ist alles dabei. Profil hin oder her, Wassersport und schwimmende Häuser gibt es trotzdem an fast jedem See.


Das Motto des Bergheider Sees lautet “technisch-natürlich”. Das Natürliche braucht noch ein wenig bis zur vollen Blüte. Im Süden des Sees erstreckt sich das “Naturparadies Grünhaus”, betrieben vom Naturschutzbund Deutschland (NABU). Hier soll die Natur das ehemalige Tagebaugebiet besiedeln. In diesem Jahr lässt sich vor allem der Zug der Kraniche beobachten. Vielleicht kann da ja auch das Technische helfen: Von der F60 hat man einen guten Blick.

Blick über die Förderbrücke F60 im Lausitzer Kohle-Tagebau (Quelle: ems)
Da geht Architekten das Herz auf: Blick über die Förderbrücke F60

Das Motto des Bergheider Sees lautet "technisch-natürlich". Das Natürliche braucht noch ein wenig bis zur vollen Blüte. Im Süden des Sees erstreckt sich das "Naturparadies Grünhaus", betrieben vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) - hier soll die Natur das ehemalige Tagebaugebiet besiedeln. In diesem Jahr lässt sich vor allem der Zug der Kraniche beobachten. Vielleicht kann da ja auch das Technische helfen? Von der F60 hätte man zumindest einen guten Blick.

Auf der Website www.360lausitz.de finden Sie das komplette ems-Fimprojekt "Auf heißen Kohlen" mit weiteren 360-Grad-Videos.

Beitrag von Ariane Böhm und Simon Wenzel

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