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Nach dem Rücktritt von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat Bundeskanzlerin Merkel die frühere brandenburgische Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) zur Nachfolgerin berufen.
Seit 2010 war Wanka Ministerin für Wissenschaft und Kultur in Niedersachsen und damit erste Ostdeutsche in einem westdeutschen Landeskabinett. Zuvor hatte die aus Sachsen stammende promovierte Mathematikerin neun Jahre lang das Wissenschaftsministerium in Brandenburg geleitet.
Am kommenden Donnerstag soll Wanka von Bundespräsident Joachim Gauck ihre Ernennungsurkunde erhalten. Bei derselben Zeremonie wird Schavan nach fast acht Jahren im Amt verabschiedet.
Kunst lobt Wanka
Brandenburgs Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (parteilos) hat die Arbeit ihrer Vorgängerin und künftigen Bundesbildungsministerin Wanka gewürdigt.
Die Marken, die sie als Ministerin in Brandenburg gesetzt habe, seien immer noch deutlich spürbar, sagte Kunst am Samstag dem rbb. Sie habe die märkische Hochschullandschaft vorangebracht.
Öffentlicher Druck auf Schavan war zu groß geworden
Die Universität Düsseldorf hatte Schavan am Dienstag den Doktortitel aberkannt. Sie habe in ihrer Dissertation 1980 "systematisch gedankliche Leistungen anderer als die ihrigen ausgegeben". Seitdem war über einen Rücktritt der 57-Jährigen spekuliert worden.
Schavan gilt seit Jahren als enge Vertraute der Bundeskanzlerin. Da sie die Entscheidung der Universität nicht akzeptiert, hat sie angekündigt, gerichtlich dagegen vorzugehen. Mehr zum Werdegang und Rücktritt von Annette Schavan finden Sie auf tagesschau.de.
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