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Die Deutsche Kanuflotte paddelt mit einer Ausnahme komplett auf Medaillenkurs. Nur Katrin Wagner-Augustin schied am Dienstag im Einer-Kajak überraschend im Halbfinale aus. Einen Tag vor ihrem Endlauf mit dem Vierer verpasste die Potsdamerin als Vierte ihres Halbfinales über 500 Meter das Medaillenrennen auf dem Dorney Lake in Eton.
Dagegen qualifiziertten sich der Vierer-Kajak der Männer über 1000 Meter, Peter Kretschmer und Kurt Kuschela im Zweier-Canadier über 1000 Meter sowie Franziska Weber und Tina Dietze im Zweier-Kajak über 500 Meter für die Endläufe am Donnerstag.
Bereits zum Auftakt der olympischen Kanu-Wettbewerbe hatten am Montag vier deutsche Boote die Finalläufe erreicht.
Sebastian Brendel (Potsdam) gewann sein Halbfinale im Einer-Canadier über 1000 m, auch der Vierer-Kajak der Frauen mit den beiden Potsdamerinnen Katrin Wagner-Augustin und Franziska Weber steht nach einem Vorlauf-Sieg über 500 m im Endlauf. Wagner-Augustin strebt in London ihr fünftes Olympia-Gold an.
Den Finaleinzug schafften auch Max Hoff (Essen) im Einer-Kajak sowie Martin Hollstein/Andreas Ihle (Neubrandenburg/ Magdeburg) im Zweier-Kajak über 500 m.
Die deutschen Kanuten peilen in den zwölf olympischen Klassen sieben Medaillen an. Vor vier Jahren in Peking glänzte das Rennsport-Team mit zwei Gold-, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen.
Harting zieht ohne Mühe ins Finale ein
Am vierten Tag der Leichtathletik-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen hat Robert Harting aus Berlin souverän das Diskus-Finale am Dienstagabend erreicht. Der Welt- und Europameister warf im ersten Versuch 66,22 m und übertraf die für das Finale geforderte Norm von 65 m deutlich. Der 27-Jährige lag klar vor seinen schärfsten Konkurrenten Virgilijus Alekna aus Litauen, der nicht über 63,88 m hinauskam.
Sollte Harting Gold gewinnen, könnte Berlins Sportsenator Frank Henkel (CDU) einer der ersten Gratulanten sein: Der Politiker reist am Dienstag nach London, um sich Wettbewerbe anzusehen, bei denen Berliner Athleten um Medaillen kämpfen. Zudem will Henkel in der britischen Hauptstadt für Berlin als Sportstadt werben. Am Dienstagabend ist Henkel Gastgeber des Berliner Themenabends im Deutschen Haus. Geplant ist auch ein Besuch des Olympischen Dorfes.
Möldner-Schmidt über 3000-m-Hindernis Siebte
Über 3000 Meter Hindernis hat die EM- Dritte Antje Möldner-Schmidt aus Cottbus am Montagabend in 9:21,78 Minuten Platz sieben belegt. Gold holte die Russin Julia Zaripowa (9:06,72 min). Zweite wurde Habiba Ghribi aus Tunesien in 9:08,37 Minuten vor der Äthiopierin Sofia Assefa (9:09,84).
Starker Hausding im Halbfinale
Wasserspringer Patrick Hausding hat das olympische Halbfinale vom Drei-Meter-Brett erreicht. Der EM-Zweite belegte am Montag im Vorkampf mit 477,15 Punkten den vierten Platz. Dagegen brach der Leipziger Stephan Feck den Wettkampf nach einem missglückten Sprung verletzt ab.
Bester in der Konkurrenz mit sehr anspruchsvollen Sprungprogrammen war der Russe Ilja Sacharow mit 507,65 Punkten.
Keine Medaille für deutsche Hockey-Frauen
Geplatzt ist der Medaillen-Traum für die deutschen Hockey-Damen: Sie verpassten trotz ihrer besten Turnier-Leistung das Halbfinale bei den Olympischen Spielen. Gegen Neuseeland reichte es in der letzten Vorrunden-Partie am Montag in London nur zu einem 0:0. Das Team um die deutsche Fahnenträgerin Natascha Keller aus Berlin hätte die Partie mit mindestens drei Toren Unterschied gewinnen müssen. Im Spiel um Platz sieben treffen die deutschen Hockey-Damen nun am Mittwoch auf Südkorea.
Deutsche Volleyballer im Viertelfinale
Deutschlands Volleyballer stehen bei den Olympischen Spielen in London im Viertelfinale: Das Team mit den beiden Berlinern Markus Böhme und Björn Andrae profitierte am Montag vom klaren 0:3 (15:25, 20:25, 17:25) Serbiens gegen Medaillenanwärter Russland. Schon vor dem letzten Vorrundenspiel gegen Brasilien am späten Montagabend ist dadurch der Sprung in die Runde der besten Acht perfekt. Im Viertelfinale trifft das DVV-Team am Mittwoch auf Bulgarien.
Für die deutschen Volleyballer ist es der größte Erfolg seit der olympischen Silber-Medaille 1972 für die DDR.
Härtel als letzter deutscher Boxer ausgeschieden
Für Mittelgewichts-Boxer Stefan Härtel war im Viertelfinale schluss. Der Berliner unterlag am Montag dem Briten Anthony Ogogo mit 10:15. Mit einem Sieg hätte Härtel die Bronzemedaille sicher gehabt.
Damit ist kein Deutscher Faustkämpfer mehr im olympischen Box-Turnier vertreten. Halbschwergewichtler Enrico Kölling (Berlin) hatte sich am Samstag dem Algerier Abdelhafid Benchabla mit 9:12 geschlagen geben müssen. Superschwergewichtler Erik Pfeifer (Lohne) und Weltergewichtler Patrick Wojcicki (Wolfsburg) waren bereits in der ersten Runde ausgeschieden.
Beachvolleyball: Goller/Ludwig raus, Brink/Reckermann im Halbfinale
Für die Beachvolleyballerinnen Sara Goller und Laura Ludwig sind die Olympischen Spiele dagegen beendet: Das Berliner Duo unterlag in der Nacht zum Montag den favorisierten Juliana Silva/Larissa Franca 0:2 (10:21,19:21).
Die zweimaligen Europameisterinnen Goller und Ludwig zeigten sich nach ihrem Ausscheiden enttäuscht. Sie hatten sich intensiv auf die Spiele in London vorbereitet und sich eigens einen neuen Trainer gesucht. Nach Platz neun in Peking 2008 hatten sie nun auf eine Medaille gehofft.
Ins olympische Halbfinale der Beachvolleyballer eingezogen sind Montagnacht die Europameister Julius Brink und Jonas Reckermann - sie greifen damit nach der ersten deutschen Beachvolleyball-Medaille seit zwölf Jahren. Das Duo aus Berlin setzte sich nach einem starken Auftritt im Viertelfinale mit 2:0 (21:15, 21:19) gegen Santos/Cunha (Brasilien) durch.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/sport/2012_08/Start_nach_Mass_fuer_deutsche_kanuten.html