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Der türkische Fußballverein Türkiyemspor und der jüdische Verein TUS Makkabi haben am Sonntag bei einem Freundschaftsspiel für religiöse Toleranz geworben.
Vor dem Anpfiff trugen die Spieler beider Vereine ein Transparent mit der Aufschrift: "Menschenrechte gelten auch auf Fußballplätzen" ins Willy-Kressmann-Stadion in Berlin-Kreuzberg. An der Aktion beteiligten sich auch der vor knapp drei Wochen im Berliner Stadtteil Friedenau angegriffene Rabbiner Daniel Alter und der Grünen-Abgeordnete Özcan Mutlu.
Der Politiker erklärte vor der Partie, die Spieler des TUS Makkabi sähen sich immer wieder antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt, die Spieler von Türkiyemspor würden Opfer rassistischer Angriffe. Der kürzlich angegriffene Rabbiner Alter habe selbst früher für den TUS Makkabi in Frankfurt am Main gespielt, sich wegen antisemitischer Anfeindungen aber von der Sportart zurückgezogen.
Alter war Ende August von vermutlich arabischstämmigen Jugendlichen in Berlin-Schöneberg zusammengeschlagen worden. Der Vorfall hatte sowohl Empörung als auch eine breite Solidaritätswelle ausgelöst.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/sport/2012_09/tuerkisch_juedisches.html