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Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurden alle Bauteile für eine Rohrbombe gefunden.
Die Serie von Sprengstoffexplosionen in Hennigsdorf (Oberhavel) ist aufgeklärt. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten, konnte nach einer Hausdurchsuchung ein polizeibekannter 24-jähriger Hennigsdorfer festgenommen worden. Man habe bei ihm Rohre und anderes Material zum Bombenbasteln gefunden.
Die Ermittler waren auf den Mann durch DNA- und Fingerspuren aufmerksam geworden. Den Angaben zufolge hat er die Taten bereits gestanden. Als Motiv gab er an, er habe es gerne "knallen hören". Ein politischer Hintergrund gilt hingegen als ausgeschlossen. Der 24-Jährige ist bereits vorbestraft, war bislang aber nur durch Diebstahl-Delikte aufgefallen.
Während der vergangenen vier Wochen waren im nordwestlich von Berlin gelegenen Hennigsdorf immer wieder Rohrbomben explodiert. Sie hatten zum Teil erheblichen Sachschaden verursacht, Menschen wurden aber nicht verletzt. Stets explodierten die selbst gebastelten Vorrichtungen in der Dunkelheit. Bekennerschreiben wurden nicht gefunden.
Der Polizei zufolge absolvierte der mutmaßliche Rohrbombenleger gerade eine berufsbegleitende Maßnahme in der Metallverarbeitung. Er habe für seine Bomben leicht entzündliches Nitratpulver verwendet, das er in großen Mengen von Wunderkerzen abkratzte. Als die Beamten seine Wohnung durchsuchten, soll er gerade dabei gewesen sein, einen neuen Sprengsatz zu bauen.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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