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![Tunnel, den Bankräuber in Steglitz gebaut haben [Foto: dpa] Tunnel, den Bankräuber in Steglitz gebaut haben [Foto: dpa]](/etc/medialib/rbb/inf/bild/gebaeude_berlin/tunnel_den_bankraeuber.file.70431.512.218.jpg)
Die Polizei wollte mit ihren Ermittlungen zu dem spektakulären Tunnel-Einbruch in eine Berliner Bank eigentlich entscheidend vorankommen. Doch das Foto mit dem mutmaßlichen zweiten Verdächtigen zeigt einen völlig unbeteiligten Mann.
Am Dienstag hatten die Ermittler ein Fahndungsfoto veröffentlicht, um mehr über die Hintergründe des spektakulären Diebstahls zu erfahren. Was dabei nicht deutlich wurde: Es war gar nicht sicher, ob der Mann auf dem Bild eines niederländischen Ausweises überhaupt irgendwetwas mit der Tat zu tun hatte.
Am Mittwoch klärte die Polizei dann auf, es habe sich "eindeutig herausgestellt", dass dieses Passfoto aus dem Internet, vermutlich aus einem sozialen Netzwerk, herauskopiert wurde. Es gebe keinen Zusammenhang zwischen dem Mann und der Tat. "Lediglich eine zufällige Ähnlichkeit zwischen ihm und dem Mieter der Garage ist gegeben."
Erst hätten sich am Dienstagabend Zeugen gemeldet und auf die Unschuld des Mannes hingewiesen, so eine Polizeisprecherin. "In der Nacht rief der Mann dann selber an und die Sache wurde aufgeklärt." Er stamme aus Wuppertal und sei "sehr überrascht“ gewesen.
Mit dem gefälschten Ausweis war im Februar 2012 ein separater Stellplatz in der Tiefgarage nahe der Volksbank gemietet worden. Von dort gruben die Einbrecher den 45 Meter langen Tunnel zum Keller der Bank.
Täter hatten selbst ein Schließfach in der Bank
Zu Wochenbeginn war bekannt geworden, dass einer der mutmaßlichen Täter ein Schließfach in der Volksbankfiliale in Berlin-Steglitz besessen hat. Die Polizei nimmt an, dass er auf diese Weise den Tresorraum auskundschaften konnte.
Die Sonderkommission "Tunnel" arbeitet mit Hochdruck an der Auswertung von Hinweisen. Jüngsten Angaben vom Mittwoch zufolge sind bisher 240 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen.
Tunnel soll zugeschüttet und geschlossen werden
Die Gangster hatten einen rund 45 Meter langen Tunnel zu einer Bankfiliale in Berlin-Steglitz gebaut und waren in einen Raum mit Schließfächern eingedrungen. Etwa 300 davon hatten die Diebe aufgebrochen. Der Tunnel sollte nun wieder zugeschüttet und geschlossen werden.
Die Tat war am Montag vergangener Woche entdeckt worden, als die Feuerwehr einen Brand löschte, der offenbar zur Beseitigung von Spuren gelegt worden war. Am Donnerstag veröffentlichten die Ermittler eine Phantomzeichnung eines Mannes, den Zeugen in der Nähe des Tatortes beobachtet haben.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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