Sendung vom 25.08.2016

Logo: Kontraste, Quelle: rbb

Kontraste vom 25.08.2016

+++ Massentierhaltung im "Schweinehochhaus": Amtlich verordnete Tierquälerei? +++ Streit um Schweigegebot: Wie Medien über Straftaten von Ausländern berichten +++ Droht ein Dexit? Wie die Deutschen die EU kaputt +++ Deutsche Steuergelder für Terroristen? Wie die palästinensische Regierung Mörder und deren Familien unterstützt +++

Beitrag vom 25.08.2016

Massentierhaltung im "Schweinehochhaus" - Amtlich verordnete Tierquälerei?

Wie ein Schwein gehalten werden darf, das ist bundesweit amtlich geregelt: im aktuellen "Handbuch Tierschutzüberwachung in Nutztierhaltungen". Verfasst im Jahr 2012 auf Initiative der Landwirtschaftsminister, verstößt es jedoch grundlegend gegen das Tierschutzgesetz. Da wundert es wenig, dass Tierschützer im so genannten "Schweinehochhaus" in Sachsen-Anhalt immer wieder auf unhaltbare Zustände stoßen: Tierquälerei mit amtlichem Siegel.

Weitere Beiträge vom 25.08.2016

Streit um Schweigegebot - Wie Medien über Straftaten von Ausländern berichten

Wann soll über die Nationalität eines Straftäters berichtet werden und wann nicht? Im Pressekodex des Presserates heißt es:  Nur in Ausnahmefällen soll genannt werden, woher ein Straftäter stammt. Das gilt schon lange, aber in Zeiten von "Lügenpresse-Rufen" ist ein Streit um die hehre journalistische Selbstverpflichtung entbrannt. Die einen halten es für Bevormundung der Leser und Zuschauer, andere wollen damit verhindern, dass Fremdenfeindlichkeit geschürt wird. Doch was sagen die Zuschauer selbst?

Droht ein Dexit? - Wie die Deutschen die EU kaputt reden

Von Glühbirnenverbot bis zur Staubsaugerregulierung, die Kritik an neuen EU-Vorschriften reißt nicht ab. Tatsächlich sind diese Verordnungen jedoch Ausdruck moderner Politik, die hocheffizient ist, nachhaltig Arbeitplätze schafft, die Umwelt und den Geldbeutel der Verbraucher schützt. Dennoch wird die EU als Bürokratiemonster gebrandmarkt und populistisch an den Pranger gestellt. Kein Wunder, dass der Wähler sich von der europäischen Idee abwendet: Nur noch 50 % der Deutschen bewerten die EU "positiv".

Deutsche Steuergelder für Terroristen? - Wie die palästinensische Regierung Mörder und deren Familien unterstützt

Ohne internationale Hilfe wäre die Palästinensische Autonomiebehörde nicht überlebensfähig. Deutschland ist einer der größten Geldgeber. Doch während es vor Ort an Mitteln für Bildung und Infrastruktur zu fehlt, unterstützen die palästinensischen Behörden großzügig Terroristen und deren Familien. Aus einem „Märtyrerfonds“ fließen jedes Jahr Millionenbeträge an die Angehörigen von getöteten Terroristen, auch an solche von Selbstmordattentätern. Und inhaftierten Terroristen steht sogar ein monatliches "Gehalt" zu.

Weitere Beiträge

Yussuf: Die Geschichte einer Flucht

Flucht und Migration bestimmen zunehmend unser Leben. Migranten riskieren ihr Leben auf dem Weg nach Europa, nach Deutschland. Doch die wenigsten Europäer wissen, was die Menschen hinter sich haben, die irgendwann in Deutschland ankommen. Yussuf erzählt eindrücklich von seinem Weg und den Gefahren, denen er ausgesetzt war. 2014 wurde der Film mit dem Deutschen Menschenrechts-Filmpreis für Magazinbeiträge ausgezeichnet.

Kontraste

Archiv

Über den Tag hinaus

Ausgewählte Beiträge des ARD-Politikmagazins Kontraste mit zeitgeschichtlicher Bedeutung.

Social Media

Kontraste Archiv

  • Logo: Kontraste, Quelle: rbb

    Kontraste vom 21.07.2016

    Es ist organisierte Kriminalität: Erstmals wurde in Berlin jetzt zwei Männern und einer Frau wegen bandenmäßigen Taschendiebstahls der Prozess gemacht. Die Täter stammen aus Rumänien und legten Geständnisse ab.  Sie stammen alle aus der rumänischen Stadt Iasi, der so genannten "Schule der Taschendiebe". Vor allem Kinder und Jugendliche werden dort für das kriminelle Geschäft rekrutiert.

  • Logo: Kontraste, Quelle: rbb

    Kontraste vom 09.06.2016

    +++ WIR gegen DIE: Österreich als Erfolgsmodell für Europas Rechtspopulisten +++ Tödliche Sparwut: Berliner Polizisten mit krebserregendem Antimon vergiftet +++ Außenseiter auf dem Vormarsch: Wie gefährlich sind die Reichsbürger? +++

    Norbert Hofer vor österreichischer Flagge, Quelle: rbb

    WIR gegen DIE - Österreich als Erfolgsmodell für Europas Rechtspopulisten

    Für die rechtspopulistische AfD sind die Präsidentschaftswahlen in Österreich und der erzielte Erfolg ein Lehrstück. Nach dem Motto "WIR gegen DIE" wetterte die FPÖ mit dem Gestus des Saubermanns gegen Ausländer, die EU und das politische Establishment. Das fanden Wähler aller Milieus äußerst attraktiv. "Wir sind die Partei der Mitte!" ist seither das Credo des FPÖ-Chefs und Kanzlerkandidaten Heinz-Christian Strache, der sich selbst zwischen Franz-Josef Strauß und Viktor Orbán verortet.

    Polizist im Schießstand, Quelle: rbb

    Tödliche Sparwut - Berliner Polizisten mit krebserregendem Antimon vergiftet

    Über Jahre sparte die Berliner Polizei an der Wartung und Sanierung maroder Schießstände. Die Folge: unzählige Polizisten, zumeist Schießtrainer und Angehörige von Spezialeinheiten, wurden durch Antimon vergiftet, weil die Abluftanlagen nicht ordnungsgemäß arbeiteten. Obwohl Gutachter vor den Gesundheitsgefahren warnten, geschah jahrelang nichts.

    Die Reichsbürger, Quelle: rbb

    Außenseiter auf dem Vormarsch - Wie gefährlich sind die Reichsbürger?

    Sie lehnen die Bundesrepublik Deutschland ab und wollen das Deutsche Reich in den alten Grenzen zurück. Die so genannten "Reichsbürger" bilden ein Sammelbecken für Verschwörungstheoretiker, antisemitische Hetzer und völkische Ideologen. Staatsangehöriger kann bei ihnen nur werden, wer die richtige "Blutabstammung" hat. Kontraste deckt auf, dass sich die Reichsbürgerszene zunehmend radikalisiert. Bei Razzien werden immer häufiger Waffen entdeckt. Bürgermeister, Richter und Gerichtsvollzieher werden mittlerweile offen bedroht.

    Logo: Kontraste (Quelle: rbb)

    Kontraste vom 09.06.2016 mit Gebärdenübersetzung

  • Logo: Kontraste, Quelle: rbb

    Kontraste vom 21.04.2016

    +++ Vermeintlicher Kindesmissbrauch: Katholische Kirche lässt Mitarbeiter im Stich +++ Gestrandet in Griechenland: Europäische Union versagt tausenden Flüchtlingen die versprochene Hilfe +++ Betrug ohne Sühne: Warum Deutschland ein Unternehmensstrafrecht braucht +++

    Vermeintlicher Kindesmissbrauch - Katholische Kirche lässt Mitarbeiter im Stich

    Der Juni 2015 war für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der katholischen Kita in Mainz-Weisenau ein Albtraum: Eine Mutter beschuldigt die Erzieher, sexualisierte Gewalt unter Kindern zugelassen zu haben. Offenbar ein Skandal, der sofort seinen Weg in die Öffentlichkeit findet. Das Bistum Mainz reagiert schnell: es kündigt allen Beschäftigten sofort. Inzwischen scheint aber klar, dass die Vorwürfe haltlos waren. Doch statt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu rehabilitieren, schaltet die sonst Menschlichkeit einfordernde Kirche auf stur.

    Gestrandet in Griechenland - Europäische Union versagt tausenden Flüchtlingen die versprochene Hilfe

    Der Papst hat versucht, das Unglück zu lindern: 12 syrische Flüchtlinge hat er jetzt bei seinem Besuch auf Lesbos nach Rom mitgenommen. Doch was wird aus den übrigen rund 60.000 Flüchtlingen, die in Griechenland auf europäische Unterstützung warten? Eigentlich sollten sie schon längst innerhalb der EU umverteilt worden sein. Doch dieses Versprechen wurde bis heute nicht umgesetzt. Das wirtschaftlich schwache Griechenland ist mit der Versorgung völlig überfordert. Die Camps sind voll - Kranke, Kinder und Behinderte leben in Zelten unter katastrophalen Bedingungen.

    Betrug ohne Sühne - Warum Deutschland ein Unternehmensstrafrecht braucht

    Frage: Wer verteilt morgens Knöllchen, ruft mittags die Hundebesitzer zur Ordnung und prüft danach noch schnell, ob der Volkswagenkonzern betrogen hat? Antwort: Das Ordnungsamt in Wolfsburg. Denn bei Betrügereien von Unternehmen handelt es sich lediglich um Ordnungswidrigkeiten und nicht um Straftaten. Für Straftaten können bislang nur einzelne Personen belangt werden, nicht das Unternehmen als Ganzes. In fast allen anderen Ländern ist das anders, dort gibt es ein Unternehmensstrafrecht, und die Staatsanwaltschaften müssen tätig werden.

  • Logo: Kontraste, Quelle: rbb

    Kontraste vom 31.03.2016

    +++ Gegen alles und jeden: Wie Protestwähler die AfD stark machen +++ Neues Erbschaftssteuergesetz: Reiche Unternehmer können aufatmen +++ Langwierig oder langsam: Folgenlose Ermittlungen zu SS-Morden in Marzabotto +++

    Gegen alles und jeden - Wie Protestwähler die AfD stark machen

    Früher haben Protestwähler Linke oder NPD gewählt, heute profitiert die AfD. Was treibt die Wähler um, was wissen sie über die Partei? Kontraste war nach den Landtagswahlen im sachsen-anhaltinischen Merseburg, einst eine Hochburg der Linken, und im Wetterau-Kreis in Hessen nach dem Kommunalwahlerfolg der NPD auf Spurensuche. 

    Neues Erbschaftssteuergesetz - Reiche Unternehmer können aufatmen

    Im Streit um das neue Erbschaftssteuergesetz haben sich Union und SPD auf einen Kompromiss verständigt, der die Erben selbst großer Unternehmen wieder massiv bevorzugt. Genau das hatte das Bundesverfassungsgericht 2014 aber für verfassungswidrig erklärt. Doch die Lobby der reichen Familienunternehmer hat sich durchgesetzt, dank Unterstützung der CSU. Verfassungsrechtler sind sich sicher: Auch das neue Gesetz landet wieder vorm Bundesverfassungsgericht. Bis dahin dürfen sich reiche Unternehmenserben arm rechnen und werden kaum zur Kasse gebeten. 

    Langwierig oder langsam - Folgenlose Ermittlungen zu SS-Morden in Marzabotto

    In Engelsbrand galt Wilhelm Kusterer lange als angesehener SPD-Stadtrat und Heimatforscher. Die Gemeinde verlieh ihm im vergangenen Jahr eine Ehrenmedaille. Was angeblich niemand wusste: Kusterer war 1944 Offizier in einer Einheit der Waffen-SS und beteiligt an der Ermordung von über 700 Männern, Frauen und Kindern. In Italien wurde er deshalb in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt. In Deutschland blieb er bis heute unbehelligt. 

  • Logo: Kontraste, Quelle: rbb

    Kontraste vom 03.03.2016

    +++ Die Geldquellen des IS -Terrororganisation hat Zugriff auf internationales Bankensystem +++ Kriegstrauma nach Kampfeinsatz - Bundeswehrsoldaten kämpfen um Entschädigung +++ Auf der Flucht erschossen - Juristen fordern Gesetzesverschärfung nach tödlichem Polizeieinsatz in Bayern +++

    Geldquellen des IS -Terrororganisation hat Zugriff auf internationales Bankensystem (Quelle: rbb)

    Terrororganisation hat Zugriff auf internationales Bankensystem - Die Geldquellen des IS

    Im Krieg gegen den Islamischen Staat sind sich alle einig: Man kann ihn nicht nur militärisch gewinnen, sondern man muss die Geldflüsse an die Islamisten stoppen, ihnen den Zugang zum internationalen Finanzsystem verwehren. Umsetzen muss das jedoch Assad, der selbst mit den Islamisten Geschäfte macht. Kontraste Recherchen ergeben: Mitten in der Islamistenhochburg Rakka in Syrien haben die Islamisten eine Bank in ihrem Besitz, über die sie weltweit ihre Geschäfte abwickeln können.

    Kriegstrauma nach Kampfeinsatz - Bundeswehrsoldaten kämpfen um Entschädigung (Quelle: rbb)

    Bundeswehrsoldaten kämpfen um Entschädigung - Kriegstrauma nach Kampfeinsatz

    Sie waren in Afghanistan oder im Kosovo im Einsatz, wurden in schwere Gefechte verwickelte, haben Kameraden sterben sehen. Für viele Bundeswehrsoldaten gehören Kriegseinsätze inzwischen zum Beruf. Doch nicht jeder kann die Erlebnisse schnell wieder vergessen, die Fälle von Posttraumatischen Belastungsstörungen nehmen zu: Soldaten leiden an Panikattacken, Schlafstörungen, Depressionen, finden nicht mehr zurück in den Alltag. Wer dienstunfähig wird und die Bundeswehr verlässt, muss jahrelang um sein Recht auf Entschädigung und Therapie kämpfen. Zermürbende Verfahren und absurde Gutachten sind die Regel statt Fürsorge des Dienstherrn.

    Polizei im Einsatz, Quelle: rbb

    Juristen fordern Gesetzesverschärfung nach tödlichem Polizeieinsatz in Bayern - Auf der Flucht erschossen

    Mitten in einem belebten Hinterhof, vor spielenden Kindern eröffnet ein Polizeibeamter das Feuer auf einen Flüchtenden, der mit Marihuana handeln soll. Die Polizeikugel trifft den unbewaffneten Mann ins Genick, er ist sofort tot. Alles ganz legal, sagt die bayerische Justiz, ein "tragischer Unglücksfall". Sie stellt das Ermittlungsverfahren gegen den Todesschützen ein. Selbst in Polizeikreisen sorgt das für Kopfschütteln. Juristen fordern angesichts des Falls: Die gesetzlichen Grundlagen für den Schusswaffeneinsatz durch Polizisten müssen dringend verschärft werden.

  • Logo: Kontraste, Quelle: rbb

    Kontraste vom 11.02.2016

    +++ Flüchtlinge zurück ins Meer? Griechenland soll seine Seegrenze "sichern" +++ Köln in Berlin! Wo Kriminelle in der Hauptstadt leichtes Spiel haben +++ Wie Dobrindt, Schäuble und Gabriel den deutschen Versicherungen ein Milliardengeschäft verschaffen +++

    Flüchtlinge zurück ins Meer? - Griechenland soll seine Seegrenze "sichern"

    Griechenland soll seine Seegrenze sichern, den Flüchtlingen den Zugang zu Europa verwehren. Mehr Marine und Polizei - Griechenland soll "gefälligst" seine Hausaufgaben machen. Deutsche und europäische Politiker drohen, Griechenland aus dem Schengen-Raum zu werfen. Jetzt soll auch noch die NATO aktiv werden. Jeden Tag neue Vorschläge und Vorwürfe. Kontraste war auf Lesbos und hat festgestellt: sichere Grenzen sind lebensgefährlich.

    Köln in Berlin! - Wo Kriminelle in der Hauptstadt leichtes Spiel haben

    In Berlin sind unter den Augen der Polizei und des Berliner Senats "rechtsfreie Räume" entstanden. Drogendealer und kriminelle Antänzer beherrschen zahlreiche öffentliche Plätze. Weil sie kaum mit Konsequenzen rechnen müssen, gehen die Kriminellen immer aggressiver vor.  Geschäftsleute werden bedroht, Frauen sexuell belästigt. Während Bayern eine Null-Toleranz-Linie in Sachen Drogen- und Kleinkriminalität verfolgt, glänzt die Berliner Politik durch Konzeptlosigkeit.  

  • Logo: Kontraste, Quelle: rbb

    Kontraste vom 21.01.2016

    +++ Was will die AfD? +++ Muslimische Flüchtlinge unter Generalverdacht +++ Wachpolizisten als billiger Polizeiersatz +++ Gegendarstellung +++ Moderation: Astrid Frohloff

    Was will die AfD? (Quelle: rbb/Kontraste)

    Brave Bürger machen mit Rechtsextremen gemeinsam Wahlkampf - Was will die AfD?

    Die Landtagswahlen in Baden-Württemberg sind für die Zukunft der AfD entscheidend. Dabei schrecken auch gutbürgerliche Nationalkonservative in Baden-Württemberg vor rechtsextremen AfDlern im Osten nicht zurück. Mehr noch, sie machen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus nicht nur„salonfähig", sondern bedienen sich ihrer auch.

    Touristenort vs. zerbombte Stadt - muslimische Flüchtlinge unter Generalverdacht (Quelle: rbb/Kontraste)

    Von einem Extrem ins andere - Muslimische Flüchtlinge unter Generalverdacht

    Lange ließen Politik und Sicherheitsbehörden Kriminelle aus Tunesien, Algerien und Marokko fast ungehindert gewähren. Jetzt werden Flüchtlinge, vor allem muslimischen Glaubens, unter Generalverdacht gestellt. Wir schauen genau hin - sprechen mit Flüchtlingsmännern, die sich gegen verbreitete Vorstellungen von ihrem Frauenbild wenden. Und wir treffen straffällige Nordafrikaner, die offen aussprechen, warum sie die deutschen Gesetze missachten.