KONTRASTE vom 20.03.2014

Patienten klagen an: Ist der Blutverdünner Pradaxa riskanter als versprochen?

Die Werbung klingt gut - kein lästiges Testen mehr wie beim altbewährten Blutverdünner Marcumar. Das verspricht jedenfalls Boehringer Ingelheim bei Pradaxa. Doch das Mittel steht wegen vieler schwerer und tödlicher Blutungen unter Verdacht. Mehr als 2000 Klagen in den USA laufen gegen den Pharmakonzern. Die Kläger vermuten aufgrund interner Dokumente, der Konzern könnte Profitinteressen über die Sicherheit der Patienten gestellt haben.

Wichtiger Hinweis für alle Patienten, die das Medikament Pradaxa einnehmen: bitte setzen Sie Pradaxa auf keinen Fall eigenmächtig ab. Sollten Sie Bedenken haben, sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt.

 

Pädophilie: Trotz aller Entrüstung - kaum Geld für Therapieplätze

Pädophilie ist eine Krankheit, die zwar nicht heilbar, aber therapierbar ist. Schon 2012 berichtete KONTRASTE, dass Pädophile oft monatelang auf einen Therapieplatz warten. Mit dem Fall Edathy wurde das Thema wieder aktuell. Wir haben nachgefragt: Was hat sich verändert? Das Ergebnis ist enttäuschend, trotz aller Beteuerungen der Politik.

Bahnchef Grube: Extra-Gehalt für Politiker-Treffen

Politiker treffen, Fahrgäste und Mitarbeiter zufrieden stellen, das sollte eigentlich zu den Kernaufgaben von Bahnchef Grube gehören. Weit gefehlt! Denn genau dafür wird er extra entlohnt, so jedenfalls steht es in seinem Bonus-Vertrag, den KONTRASTE einsehen konnte.

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Kontraste vom 20.03.2014

Bahnchef Grube: Extra-Gehalt für Politiker-Treffen +++ Rentenskandal: Jüdische Opfer kämpfen um Anerkennung, SS-Leute kassieren ab +++ Pädophilie: Trotz aller Entrüstung - kaum Geld für Therapieplätze +++ Patienten klagen an: Ist der Blutverdünner Pradaxa riskanter als versprochen?

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Bewohner vor dem Heim, Quelle: rbb

Vier Wochen Asyl

Für vier Wochen zieht ein Autorenteam des rbb in ein Asylbewerberheim – irgendwo in Deutschland. Die Reporter leben unter den gleichen Bedingungen wie die Asylbewerber.

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Kontraste im Rückblick

Über den Tag hinaus

Ausgewählte Beiträge des ARD-Politikmagazins Kontraste mit zeitgeschichtlicher Bedeutung.

Wiederholungstermine

24.04.14 | 23:30 | Tagesschau24
25.04.14 | 05:00 | Das Erste

25.04.14 | 20:15 | Tagesschau24

ARD-Politikmagazine

Kontraste Archiv

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    Kontraste vom 20.03.2014

    Bahnchef Grube: Extra-Gehalt für Politiker-Treffen +++ Rentenskandal: Jüdische Opfer kämpfen um Anerkennung, SS-Leute kassieren ab +++ Pädophilie: Trotz aller Entrüstung - kaum Geld für Therapieplätze +++ Patienten klagen an: Ist der Blutverdünner Pradaxa riskanter als versprochen?

    Patienten klagen an: Ist der Blutverdünner Pradaxa riskanter als versprochen?

    Die Werbung klingt gut - kein lästiges Testen mehr wie beim altbewährten Blutverdünner Marcumar. Das verspricht jedenfalls Boehringer Ingelheim bei Pradaxa. Doch das Mittel steht wegen vieler schwerer und tödlicher Blutungen unter Verdacht. Mehr als 2000 Klagen in den USA laufen gegen den Pharmakonzern. Die Kläger vermuten aufgrund interner Dokumente, der Konzern könnte Profitinteressen über die Sicherheit der Patienten gestellt haben.

    Wichtiger Hinweis für alle Patienten, die das Medikament Pradaxa einnehmen: bitte setzen Sie Pradaxa auf keinen Fall eigenmächtig ab. Sollten Sie Bedenken haben, sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt.

     

    Pädophilie: Trotz aller Entrüstung - kaum Geld für Therapieplätze

    Pädophilie ist eine Krankheit, die zwar nicht heilbar, aber therapierbar ist. Schon 2012 berichtete KONTRASTE, dass Pädophile oft monatelang auf einen Therapieplatz warten. Mit dem Fall Edathy wurde das Thema wieder aktuell. Wir haben nachgefragt: Was hat sich verändert? Das Ergebnis ist enttäuschend, trotz aller Beteuerungen der Politik.

    Bahnchef Grube: Extra-Gehalt für Politiker-Treffen

    Politiker treffen, Fahrgäste und Mitarbeiter zufrieden stellen, das sollte eigentlich zu den Kernaufgaben von Bahnchef Grube gehören. Weit gefehlt! Denn genau dafür wird er extra entlohnt, so jedenfalls steht es in seinem Bonus-Vertrag, den KONTRASTE einsehen konnte.

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    Kontraste vom 27.02.2014

    Absurd: Trotz Fachärzte-Überfluss lange Wartezeiten für Patienten +++ Aufmüpfig: Berliner Volksbegehren gegen Wowereit +++ Abschiebung nach Afghanistan trotz Sicherheitsbedenken +++ Rechtsextremismus: Bundesliga-Vereine scheuen offene Konfrontation mit Neonazis

    Absurd: Trotz Fachärzte-Überfluss lange Wartezeiten für Patienten

    Im europäischen Vergleich gehört Deutschland zu den Ländern mit der höchsten Facharztdichte, dennoch beklagen sich Patienten immer wieder, oft monatelang auf einen Termin warten zu müssen. Die Ursache: Um auf ihre Kosten zu kommen, versuchen die Fachärzte mit möglichst vielen, leicht zu behandelnden Patienten Umsatz zu machen. Wer wirklich krank ist, kriegt deshalb kaum einen Termin.

    Aufmüpfig: Berliner Volksbegehren gegen Wowereit

    Und wieder will eine Bürgerinitiative Wowereits Abwahl erzwingen: das geschieht bereits zum sechsten Mal in seiner Amtszeit. Die Chancen auf Erfolg standen wohl noch nie so gut - nach dem Flughafen-Desaster und dem Skandal mit dem Steuerhinterzieher Staatssekretär Schmitz. Doch bislang bleibt ihm die Stimmung gewogen. Wer soll es denn sonst machen, fragt der Berliner.

    Abschiebung nach Afghanistan trotz Sicherheitsbedenken

    Die afghanischen Taliban nehmen keine Rücksicht auf Zivilisten in ihrem Kampf gegen die Regierung und die afghanischen Sicherheitskräfte. Deshalb wollten die Innenminister weitere Abschiebungen von geduldeten Asylbewerbern eigentlich bis zur Neubewertung der Sicherheitslage aussetzen. Doch wie KONTRASTE-Recherchen ergaben, halten sich mehrere Bundesländer nicht daran - allen voran Bayern.

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    Kontraste vom 06.02.2014

    Mangelhafte Leichenschau - warum immer noch Morde unentdeckt bleiben +++ Schwarz-rote Mogelpackung: Wer profitiert von der „Rente mit 63“? +++  Geschürte Angst: bundesweite Allianz macht gegen sexuelle Vielfalt an Schulen mobil +++ Gutes Geschäft - Krankenhausbetreiber setzt Kranke auf die Straße

    Mangelhafte Leichenschau - warum immer noch Morde unentdeckt bleiben

    Seit über zwei Jahrzehnten kritisieren Rechtsmediziner, dass die Leichenschau in Deutschland ungenügend ist. Gewaltverbrechen, ärztliche Behandlungsfehler oder Missstände in Altenheimen können so vertuscht werden. Doch statt zu handeln, bleiben die Gesundheitsminister der Länder untätig.

    Schwarz-rote Mogelpackung: Wer profitiert von der „Rente mit 63“?

    Die SPD, so scheint es, hat sich durchgesetzt: Wer 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, darf künftig schon mit 63 seinen Ruhestand genießen. Doch von der vermeintlichen Wohltat profitieren gerade mal 12.000 Arbeitnehmer im Jahr, und sie gilt auch gerade mal für vier Jahrgänge.

    Vivantes, Quelle: rbb

    Gutes Geschäft - Krankenhausbetreiber setzt Kranke auf die Straße

    Der Berliner Krankenhauskonzern Vivantes will ein gutes Geschäft machen: Vom Land Berlin bekam er einst eine Immobilie für 1 DM, die er jetzt für 2,5 Millionen Euro weiterverkaufen will. Dass dadurch rund 40 psychisch kranke Menschen ihr Heim verlieren, interessiert weder die Konzernmanager noch die Politik.

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    Kontraste vom 16.01.2014

    Unerfüllter Kinderwunsch: Eizellen-Spende im Ausland als letzte Hoffnung +++ Einheitsfront gegen Arbeitnehmer: Bundesregierung, Arbeitgeber und DGB gegen Klein-Gewerkschaften +++ Zuwanderung als Schreckgespenst: Wie Kommunalpolitiker die Ängste vor Rumänen und Bulgaren schüren +++ NS-Raubkunst: Bayrische Staatsgemäldesammlungen lassen jüdische Erben abblitzen

    NS-Raubkunst: Bayerische Staatsgemäldesammlungen lassen jüdische Erben abblitzen

    Während die Politik als der Schwabinger Kunstfund bei Cornelius Gurlitt öffentlich wurde, sofort eine "Task Force" einrichtete, um die jüdischen Eigentümer die einst verfolgungsbedingt ihre Kunstwerke verloren, aufzuspüren, kämpft eine Familie nur wenige Kilometer weiter seit Jahren mit der Bayerischen Staatsgemäldesammlung um die Rückgabe eines Ölgemäldes.

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    Kontraste vom 16.01.2014 mit Gebärdenübersetzung

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    Kontraste vom 12.12.2013

    Auf Kosten der Beitragszahler: Rekordpreise für Arzneimittel +++ Bittere Weihnachtsfreude: Kinderarbeit für Schokoträume +++ Umstrittener Namensgeber: Wernher von Braun zwischen SS und NASA +++ Renitenter Verfassungsschutz: Akteneinsicht verweigert

    Bittere Weihnachtsfreude: Kinderarbeit für Schokoträume, Quelle: rbb

    Bittere Weihnachtsfreude: Kinderarbeit für Schokoträume

    Knapp 10 Kilogramm Schokolade isst jeder Deutsche durchschnittlich pro Jahr. Doch der süße Traum hat einen faden Beigeschmack. Die Preise für Kakao sind in den letzten drei Jahren wieder stark gefallen, für die Kakaobauern lohnt sich das Geschäft nur dank billiger Kinderarbeit.

    Umstrittener Namensgeber: Wernher von Braun zwischen SS und NASA

    Wernher von Braun: NSDAP-Mitglied, SS-Sturmbannführer. Von Braun war an der Ausbeutung von KZ-Häftlingen beteiligt, ließ sie seine "Wunderwaffen" für den Endsieg bauen. In Deutschland tragen noch heute Schulen seinen Namen. Schließlich, so die Verantwortlichen, ging der Ingenieur später als Raumfahrtpionier in die Geschichte ein.

    Renitenter Verfassungsschutz: Akteneinsicht verweigert

    Die Bundestags-Vizepräsidentin Petra Pau wurde jahrelang vom Verfassungsschutz überwacht, jetzt klagt sie auf Auskunft über die gespeicherten Daten. Doch die Geheimdienstler weigern sich: Es gebe so viel Material zu Pau, der Arbeitsaufwand für die Auskunft sei der Behörde nicht zuzumuten.

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    Kontraste vom 12.12.2013 mit Gebärdenübersetzung

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    Kontraste vom 21.11.2013

    Billiglöhne für Briefzusteller +++ Fehlkonstruktion Mietpreisbremse +++ Aufgeweichter Klimaschutz +++ Flüchtlingspolitik

    Fehlkonstruktion Mietpreisbremse: Konzept zieht nur für Luxuswohnungen

    CDU und SPD sind sich einige:  Die Mieten müssen bezahlbar sein. Mietpreisbremse und geförderten Wohnungsbau sollen es richten. Doch gerade die Mietpreisbremse, auf die viele Wohnungssuchende ihre Hoffnung setzen, wird nur wenig bringen. Wirklich profitieren nur die Mieter überteuerter Luxuswohnungen.

    Yussuf: Die Geschichte einer Flucht

    Aus Somalia musste Yussuf fliehen, weil sein Leben in Gefahr war. Seine Flucht war dramatisch, immer wieder kämpfte er ums Überleben. Endlich angekommen in Italien, stand er ohne jede Unterstützung auf der Straße. Auf der Suche nach Hilfe kam er nach Deutschland, doch hier droht ihm die Abschiebung, zurück nach Italien. Trotz der desolaten Asylpolitik im Nachbarland, reagiert die deutsche Politik nicht.

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    Kontraste vom 24.10.2013

    Merkels Handy +++ Dumpinglöhne im Briefgeschäft +++ Lebensgefährliche Risiken - Kontrollbehörde für Arzneimittel versagt +++ Die geheimen Kassen der Katholischen Kirche

    Merkels Handy

    Eigentlich war schon alles gesagt zum NSA-Abhörskandal. Doch jetzt soll die Kanzlerin abgehört worden sein - und auf einmal ist auch die Kanzlerin empört.

    Dumpinglöhne im Briefgeschäft

    Während die Politik noch über die Einführung eines Mindestlohns streitet, zeigt ein Blick ins umkämpfte Briefgeschäft, welch haarsträubende Zustände auf dem Arbeitsmarkt herrschen. Geringverdiener sortieren Briefe auf dem Küchentisch und fahren sie im Privatauto aus - für einen Stundenlohn von teilweise unter 5 Euro. Auch die Deutsche Post greift auf externe Dienstleister zurück.

    Lebensgefährliche Risiken - Kontrollbehörde für Arzneimittel versagt

    Risiken und Nebenwirkungen eines Medikamentes sollten eigentlich im Beipackzettel stehen. Wenn Folgen verschwiegen werden, kann es für den Patienten lebensgefährlich werden. Für die Sicherheit der Medikamente ist die deutsche Arzneimittelbehörde verantwortlich. Sie muss beobachten, Risiken bewerten und rechtzeitig veröffentlichen. Doch genau das scheint oft nicht der Fall zu sein. Mit fatalen Folgen für die Patienten.

    Die geheimen Kassen der Katholischen Kirche

    Reich, reicher, am reichsten: Die 27 katholischen Bistümer der Republik verfügen über ein Milliarden schweres Vermögen. Doch offenbar sind Immobilien, Stiftungen, Erbschaften, Wertpapiere im Vermögenshaushalt des Domkapitels und des Bischöflichen Stuhls kaum kontrollierbar. Wie hoch die tatsächlichen Besitztümer wirklich in den Schattenhaushalten sind, das wissen nur Eingeweihte und die Bischöfe selbst. In einer Umfrage an alle 27 Bistümer erhielt Kontraste nur unzureichende Antworten, knapp die Hälfte wollte oder konnte ihre Vermögensverhältnisse nicht offenlegen.

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    Kontraste vom 24.10.2013 mit Gebärdenübersetzung