Rückblick auf die Sendung vom 30.07.2015

Hand umfasst eine Herzkurve, Quelle: rbb

Sterbehilfe durch Ärzte - Todkranke fordern Recht auf Freitod

Im November wird der Bundestag über fünf Anträge zur Zukunft der Sterbehilfe entscheiden. Die meisten Abgeordneten, wenn auch nicht die Mehrheit, fordern jetzt, die ärztlich assistierte Sterbehilfe unter Strafe zu stellen. Aber ist ein selbstbestimmtes, würdevolles Sterben nicht auch ein Menschenrecht? Palliativmedizin und Sterbebegleitung sind schließlich nicht in allen Fällen ein Ausweg. Schwerstkranke, Juristen und Politiker fordern, dem selbstbestimmten Freitod einen gesetzlichen Rahmen zu geben.  

Sigmar Gabriel (SPD), Quelle: rbb

Eine Volkspartei zerlegt sich selbst - Merkel-Fanclub SPD?

Kaum ist Sigmar Gabriel im Urlaub, da diskutiert die SPD offen über ihren Kurs: Juniorpartner der CDU mit Merkel als Kanzlerin bleiben oder Rot-Rot-Grün anstreben, verbunden mit dem Rücktritt Gabriels vom Parteivorsitz? Kontraste hat Ortsvereine, Landes- und Bundespolitiker getroffen und Antwort auf die Frage gesucht: Wie könnte eine SPD aussehen, die mehr als der sozialdemokratische Flügel der CDU ist?

Geldscheine hängen an einer Wäscheleine, Quelle: rbb

Bargeldgeschäfte ohne wirksame Kontrolle - Geldwäscheparadies Deutschland!

Ob Drogenhandel, Menschenschmuggel oder Schwarzarbeit: die Gewinne aus illegalen Geschäften gelten landläufig als Schwarzgeld. Um zu verhindern, dass Schwarzgeld in den legalen Geldkreislauf Eingang findet, wird in anderen Ländern der Bargeldverkehr immer stärker eingeschränkt. In Italien kann man heutzutage beispielsweise nicht mal mehr einen Motorroller bar bezahlen. In Deutschland jedoch gibt es keine Obergrenzen für Geschäfte mit Bargeld.

Nachruf

Zum Gedenken an Egon Bahr

Egon Bahr (* 18. März 1922 in Treffurt; † 20. August 2015)

Deutschland hat einen der wichtigsten Politiker der Nachkriegszeit verloren. Egon Bahr gehörte zu denen, die über Jahrzehnte für die Annäherung der beiden deutschen Staaten gekämpft haben - trotz Mauer und Kaltem Krieg.

Zur Erinnerung ein Kontraste-Interview vom 21.09.1972 zur Zukunft der Verhandlungen zum Grundlagenvertrag zwischen D-Ost und D-West, nach dem Ende der sozialliberalen Koalition und vor den vorgezogenen Neuwahlen 1972. 

In eigener Sache

Bernd Gäbler

Otto-Brenner-Stiftung füllt das Sommerloch

Bernd Gäbler, früher mal Leiter des Grimme-Instituts, hat sich mit den politischen Magazinen der ARD beschäftigt, genauer von September bis Dezember 2014. Seine persönlichen Auffassungen dazu hat er jetzt in Form einer Otto-Brenner-Studie verbreitet. Sein Fazit: nach vier Kontraste-Ausgaben, die Gäbler geschaut hat, fordert er nun, Kontraste solle - wie auch Fakt - nur im Regionalprogramm verbreitet werden und nicht mehr im Ersten. Da es daraufhin im Blätterwald heftig rauschte, hier für alle eine kleine Aufarbeitung, was da genau zum Füllen des Sommerlochs eingesetzt wurde.

Wir haben den Originaltext und unsere Meinung dazu im Text voneinander abgesetzt.

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Ausgewählte Beiträge des ARD-Politikmagazins Kontraste mit zeitgeschichtlicher Bedeutung.

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    Kontraste vom 30.07.2015

    +++ Sterbehilfe durch Ärzte: Todkranke fordern Recht auf Freitod +++ Merkel-Fanclub SPD? Eine Volkspartei zerlegt sich selbst +++ Geldwäscheparadies Deutschland! Bargeldgeschäfte ohne wirksame Kontrolle +++ Moderation: Astrid Frohloff

    Hand umfasst eine Herzkurve, Quelle: rbb

    Sterbehilfe durch Ärzte - Todkranke fordern Recht auf Freitod

    Im November wird der Bundestag über fünf Anträge zur Zukunft der Sterbehilfe entscheiden. Die meisten Abgeordneten, wenn auch nicht die Mehrheit, fordern jetzt, die ärztlich assistierte Sterbehilfe unter Strafe zu stellen. Aber ist ein selbstbestimmtes, würdevolles Sterben nicht auch ein Menschenrecht? Palliativmedizin und Sterbebegleitung sind schließlich nicht in allen Fällen ein Ausweg. Schwerstkranke, Juristen und Politiker fordern, dem selbstbestimmten Freitod einen gesetzlichen Rahmen zu geben.  

    Sigmar Gabriel (SPD), Quelle: rbb

    Eine Volkspartei zerlegt sich selbst - Merkel-Fanclub SPD?

    Kaum ist Sigmar Gabriel im Urlaub, da diskutiert die SPD offen über ihren Kurs: Juniorpartner der CDU mit Merkel als Kanzlerin bleiben oder Rot-Rot-Grün anstreben, verbunden mit dem Rücktritt Gabriels vom Parteivorsitz? Kontraste hat Ortsvereine, Landes- und Bundespolitiker getroffen und Antwort auf die Frage gesucht: Wie könnte eine SPD aussehen, die mehr als der sozialdemokratische Flügel der CDU ist?

    Geldscheine hängen an einer Wäscheleine, Quelle: rbb

    Bargeldgeschäfte ohne wirksame Kontrolle - Geldwäscheparadies Deutschland!

    Ob Drogenhandel, Menschenschmuggel oder Schwarzarbeit: die Gewinne aus illegalen Geschäften gelten landläufig als Schwarzgeld. Um zu verhindern, dass Schwarzgeld in den legalen Geldkreislauf Eingang findet, wird in anderen Ländern der Bargeldverkehr immer stärker eingeschränkt. In Italien kann man heutzutage beispielsweise nicht mal mehr einen Motorroller bar bezahlen. In Deutschland jedoch gibt es keine Obergrenzen für Geschäfte mit Bargeld.

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    Kontraste vom 09.07.2015

    +++ Durch Drohungen traumatisiert: Verfassungsrechtler fordern Demonstrationsverbot vor Flüchtlingsheimen +++ Parallel-Justiz in Deutschland: Wie geheime Schiedsgerichte Politikfehler verschleiern +++ 600 Euro für eine Tablette: Warum handeln die Krankenkassen keinen besseren Preis aus? +++ Moderation: Astrid Frohloff

    Wie geheime Schiedsgerichte Politikfehler verschleiern, Quelle: rbb

    Parallel-Justiz in Deutschland - Wie geheime Schiedsgerichte Politikfehler verschleiern

    Öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP), so lautet derzeit das Zauberwort in vielen Kommunen und beim Bund, wenn es darum geht, Haushaltsdefizite auszugleichen. Man holt sich einen privaten Investor für den Straßenbau, die Schule oder ein Affenhaus im Zoo und macht mit ihm einen Vertrag über 20 bis 30 Jahre. Vorteil für die öffentliche Hand: statt Millionen auf einmal, werden die Kosten über Jahre abgestottert. Und wenn es schief geht? Dann wird vor so genannten Schiedsgerichten über öffentliche Gelder verhandelt - geheim und ohne öffentliche Kontrolle.

    Warum handeln die Krankenkassen keinen besseren Preis aus? Quelle: rbb

    600 Euro für eine Tablette - Warum handeln die Krankenkassen keinen besseren Preis aus?

    Mehr Wettbewerb zwischen den gesetzlichen Krankenkassen, davon profitiert der Versicherte. Sinkende Preise bedeuten mehr Leistungen für die Versicherten, hieß es. Und mit dem Arzneimittelneuordnungsgesetz sollte alles noch besser, das Preismonopol der Pharmakonzerne endlich gebrochen werden. Doch gerade bei neuen Arzneimitteln ist das Gegenteil eingetreten - jetzt rufen die Pharmakonzerne Phantasiepreise auf! Und die Krankenkassen lassen sich wegen des Wettbewerbs untereinander über den Tisch ziehen.

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    Kontraste vom 18.06.2015

    +++ Öko-Irrweg Biotonne: Plasikverseuchter Kompost macht Äcker zu Müllhalden +++ Scheinheilige Flüchtlingspolitik: Auswärtiges Amt  lässt syrische Ehefrauen mit Kindern im Stich +++ Einfach ungerecht: Waisenkinder müssen selbst für Krankenversicherung zahlen +++ Moderation: Astrid Frohloff

    Öko-Unsinn Biotonne, Quelle: rbb

    Öko-Irrweg Biotonne - Plastikverseuchter Kompost macht Äcker zu Müllhalden

    Auf den Äckern sieht es immer öfter aus wie auf einer Müllhalde. Denn die industrialisierte Landwirtschaft bringt Geld, laugt aber die Böden aus. Um trotzdem hohe Erträge zu erzielen, düngen die Bauern mit Kompost aus Bioabfall. Doch Kompost ist gar nicht so bio, weil die Bürger viel zu viel Plastikmüll in die Biotonnen werfen. Der Abfall landet als plastikverseuchter Kompost auf dem Acker, obwohl die Gefahren für Mensch und Umwelt noch gar nicht absehbar sind.

    Halbwaisenrente, Quelle: rbb

    Einfach ungerecht - Waisenkinder müssen selbst für Krankenversicherung zahlen

    Als Kind Vater oder Mutter zu verlieren, ist hart. Um wenigstens den materiellen Verlust auszugleichen, bekommen die gut 300.000 Waisen- und Halbwaisen eine Rente. Doch mit dem Rentenbescheid kommt die Ernüchterung: Die Kinder müssen jetzt in der Regel ihre Krankenversicherungsbeiträge selbst aufbringen, weil die Halbwaisenrenten als eigenes Einkommen behandelt werden.

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    Kontraste vom 07.05.2015

    +++ Polit-Theater um Sturmgewehr: Wie sich von der Leyen als Retterin inszeniert +++ Leichtes Spiel für Hacker: Millionen Rentendaten unzureichend geschützt Gekaufte Straßenschilder? +++ Falsch verstandene Inklusion: Streit um abgelegene Dörfer für Demenzkranke +++ Coburg will NS-Wehrwirtschaftsführer ehren +++ Moderation: Astrid Frohloff

    Kontraste - Polit-Theater um Sturmgewehr: Wie sich von der Leyen als Retterin inszeniert, Quelle: rbb

    Polit-Theater um Sturmgewehr - Wie sich von der Leyen als Retterin inszeniert

    Schrott sei das Gewehr, Soldatenleben seien gefährdet! Bei Hitze nicht einsatzfähig! Das Standardgewehr G36 der Bundeswehr ist in Verruf geraten, obwohl es sich gerade in heißen Ländern gut bewährt hat und dort gern gekauft wird. Polittheater ersten Ranges, so das Urteil von Soldaten und Experten, denn im Kampfeinsatz sind alle zufrieden, die Sicherheit ist gewährleistet. Trotzdem hat von der Leyen vor dem Gewehr gewarnt und verspricht Abhilfe - von einer nicht existenten Gefahr.

    Kontraste - Leichtes Spiel für Hacker: Millionen Rentendaten unzureichend geschützt, Quelle: rbb

    Leichtes Spiel für Hacker - Millionen Rentendaten unzureichend geschützt

    Bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) arbeiten immer noch 40.000 Rechner mit dem veralteten Betriebssystem Windows XP, das gegen gezielte Angriffe nur unzureichend gesichert werden kann. Die Bundesdatenschutzbeauftragte schätzt das nach Kontraste-Recherchen als ein "nicht tolerierbares Datenschutzrisiko" ein. Die Rentenversicherer sind für die persönlichen Daten von über 57 Millionen Versicherten zuständig. 

    Kontraste - Falsch verstandene Inklusion: Streit um abgelegene "Dörfer" für Demenzkranke, Quelle: rbb

    Falsch verstandene Inklusion - Streit um abgelegene Dörfer für Demenzkranke

    Zur Betreuung und Pflege von Demenzkranken gibt es in Deutschland erste "Demenzdörfer". In diesen Einrichtungen soll den Erkrankten in einem Maße Sicherheit und Bewegungsfreiheit ermöglicht werden, was sie in konventionellen Heimen nicht finden. "Demenzdörfer" liegen meist abseits, dort, wo bauen preiswert ist. Die Betreiber werden hart kritisiert: Inklusion sei da nicht möglich, die Kranken würden einfach abgeschoben. Obwohl gerade die dort alles finden, was sie brauchen.

    Kontraste - Geschöntes Geschichtsbild: Coburg will NS-Wehrwirtschaftsführer ehren, Quelle: rbb

    Gekaufte Straßenschilder? - Coburg will NS-Wehrwirtschaftsführer ehren

    Der Autozulieferer Brose fordert eine postume Ehrung des Konzerngründers durch die Stadt Coburg. Doch Max Brose war nicht nur dank Rüstungsproduktion ein erfolgreicher Kaufmann, er war NSDAP-Mitglied, Wehrwirtschaftsführer und während der Nazi-Zeit IHK-Präsident in Coburg. Trotzdem kämpft der Enkel und heutige Mitinhaber des global agierenden Unternehmens darum, dass eine Straße nach dem NS-Profiteur benannt wird. Nachdem die Firma Brose Zuwendungen und Spenden an Coburg einstellte, weil die Stadt diese Ehrung ablehnte, geben die Lokalpolitiker jetzt dem Druck des Konzerns nach.

  • Logo: Kontraste, Quelle: rbb

    Kontraste vom 16.04.2015

    Gefährliche Quacksalber: Wer stoppt das Geschäft mit dem gefährlichen "Wundermittel" MMS? +++ Spiel mit der Angst: Hunderte Millionen für sinnloses Hautkrebsscreening vergeudet +++  Vertane Chance: Bundesländer versagen beim Islamunterricht in der Schule +++

    Wer stoppt das Geschäft mit dem gefährlichen „Wundermittel“ MMS?, Quelle: rbb Kontraste

    Gefährliche Quacksalber - Wer stoppt das Geschäft mit dem gefährlichen "Wundermittel" MMS?

    Seit Jahren wird MMS (Miracle Mineral Solution) von selbsternannten Alternativmedizinern als Wundermittel angepriesen: gegen Malaria, Krebs, Autismus, die Liste ist lang. MMS ist eine ätzende Chemikalie, besser bekannt als Chlordioxid. Immer wieder werden auch Kinder mit MMS behandelt. Dabei hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArm) das Mittel als nicht zugelassenes und bedenkliches Arzneimittel eingestuft. Wer offen für MMS wirbt und es in Umlauf bringt, macht sich eigentlich strafbar. Doch der Handel und die Werbung gehen weiter - weil die Behörden vor Ort und die Gerichte nicht oder zu lasch reagieren. Jetzt fordert das BfArM erstmalig eine zentrale Zuständigkeit, um den Quacksalbern endlich das Handwerk zu legen.

    Hunderte Millionen für sinnloses Hautkrebsscreening vergeudet, Quelle: rbb Kontraste

    Hunderte Millionen für sinnloses Hautkrebsscreening vergeudet - Spiel mit der Angst

    Hautkrebs gilt derzeit als die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Die Einführung des Hautkrebsscreenings als Kassenleistung vor sieben Jahren schien deshalb auf den ersten Blick gut angelegtes Geld zu sein. Doch KONTRASTE liegt jetzt exklusiv die erste Evaluationsstudie der Reihenuntersuchung vor. Das Ergebnis ist katastrophal: Von den mindestens 130 Millionen Euro, die die Kassen jährlich für das Sceening-Programm ausgeben, profitieren vor allem die Ärzte.

    Bundesländer versagen beim Kampf gegen Radikalisierung junger Moslems!, Quelle: rbb Kontraste

    Vertane Chance - Bundesländer versagen beim Islamunterricht in der Schule

    Was hilft gegen die zunehmende Radikalisierung junger Muslime? Bildung, meinen Extremismusforscher, vor allem Kenntnisse über den Islam. Doch während für katholische und protestantische Schüler der Religionsunterricht zum Alltag gehört, ist er für Muslime immer noch die Ausnahme. In Nordrhein-Westfalen gibt es für über 340.000 Schüler nur 67 Lehrer. Die Lücke füllen oft radikalisierte Islamisten, die offensiv Jugendarbeit betreiben und indoktrinieren - vor allem im Internet.

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    Kontraste vom 12.03.2015

    +++ Behinderte Kinder unerwünscht: Streit um moderne Pränataldiagnostik +++ Griechenland: Deutschland drückt sich um Rückzahlung der Kriegsschulden +++ Armenhaus Kosovo: Trotz Milliardenhilfe kein Fortschritt +++  

    Schwangerschaftstest, Quelle: rbb

    Pränataldiagnostik: Wie weit darf Technik gehen?

    Die Zahl der Spätgebärenden steigt und damit die Zahl der so genannten Risikoschwangerschaften. Bislang waren die Tests riskant, Fruchtwasseruntersuchungen führten immer wieder zu Frühgeburten. Doch die neuen Bluttests sind einfach und ungefährlich. Kritiker fürchten eine Gesellschaft, in der Behinderte noch weiter an den Rand gedrängt werden.

    Die Wehrmacht auf der Akropolis, Quelle: rbb/ Bundesarchiv

    Griechenland: Deutschland drückt sich um Rückzahlung der Kriegsschulden

    Bis zur Wiederherstellung der deutschen Einheit hatte Griechenland, wie die anderen ehemaligen Kriegsgegner, den Deutschen Schulden aus dem II. Weltkrieg gestundet. Doch nach der Wiedervereinigung weigerten sich alle Bundesregierungen mit Griechenland über Reparationen und Schulden aus der Besatzungszeit auch nur zu verhandeln: Nachdem der Krieg Jahrzehnte zurückliege, seien die Forderungen nicht mehr relevant.

    Kosovo, Quelle: rbb

    Armenhaus Kosovo: Trotz Milliardenhilfe kein Fortschritt

    Trotz verschärfter Grenzkontrollen suchen immer noch täglich über hundert Kosovaren ihr Heil in der Flucht nach Deutschland. Sie fliehen vor Arbeitslosigkeit und Korruption. Die einstigen Schutzmächte versprachen einst Aufbauhilfe für die Wirtschaft und den Rechtsstaat. Doch bei den Menschen ist davon nicht viel angekommen.

  • zwei Bürger der BRD bei einem Interview 1989 (Quelle: rbb)

    Wie sich die Zeiten gleichen

    Manchmal ist es hilfreich, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen - zum Beispiel bei der Auseinandersetzung mit dem Phänomen Pegida. Als wir in der Redaktion dazu recherchierten, stießen wir auf folgende Filmaufnahmen aus dem Jahr 1989. Damals protestierten Bürger aus dem Westen gegen ein Heim für Übersiedler aus der DDR.

    Pegida demonstriert, Quelle: rbb

    Biedermeier und Brandstifter

    Über Pegida-Demonstranten wird viel spekuliert und diskutiert. Kontraste begleitet Pegida-Anhänger und versucht, den Motiven der Unzufriedenen auf den Grund zu gehen. Was eint sie, wo liegen die Widersprüche? Aber vor allem: Wie verändern sie das Klima für Flüchtlinge, von denen sich schon jetzt viele nicht mehr auf die Straße trauen?

    Prof. Dr. Dieter Rucht (Quelle: rbb)

    Was treibt die Menschen zu Pegida?

    Prof. Dieter Rucht arbeitet im Wissenschaftszentrum Berlin und erforscht seit Jahren soziale Bewegungen und politische Protestformen. In den vergangenen Wochen hat er Pegida-Anhänger befragt und die Demonstrationen in Dresden beobachtet. Ressentiments gegenüber Fremden und den Schwierigkeiten demokratischer Willensbildung, die auch sozialisationsbedingt sind, sieht er als Ursachen des Zuspruchs für Pegida. 

    Kontraste: Fernbusse bremsen Bahn aus, Quelle: rbb

    Fernbusse bremsen Bahn aus

    Während der Bahnkunde für jede Station und jeden Kilometer Gleis mit bezahlt, fahren die Fernbusse konkurrenzlos billig durchs Land: Keine Maut, Haltestellen am Straßenrand, und Fäkalien werden schon mal im Gulli entsorgt. Wer Zeit und wenig Geld hat, nutzt das Angebot gern. Doch die Liberalisierung des Fernbusmarktes könnte uns noch Milliarden kosten: Das über Jahrzehnte ausgebaute Netz der Bahn wird schlechter ausgenutzt, noch mehr Städte werden vom Fernverkehr abgehängt. Denn der Bus macht's nicht nur billig, sondern er zieht auch heute schon Millionen Kunden von der Bahn ab.

    Kontraste: Einwanderer dringend gesucht, Quelle: rbb

    Einwanderer dringend gesucht

    Dass Deutschland vergreist, wissen viele schon lange, etwas dagegen unternehmen wollen immer noch nicht alle. Bundesinnenminister de Maizière (CDU) hat erst gestern wieder betont, Deutschland habe zwar Probleme, aber ein neues Einwanderungsrecht sei unnötig. Kontraste fragt: Was ist politisch durchsetzbar angesichts weit verbreiteter Vorurteile, und wer soll eigentlich zu uns kommen?

    Kontraste-Logo + DGS (Quelle: rbb)

    Kontraste vom 22.01.2015 mit Gebärdenübersetzung