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Polizeipräsident Klaus Kandt (Foto: dpa)

Festakt im Alten Sadthaus

Klaus Kandt offiziell ins Amt des Polizeipräsidenten eingeführt

Er steht schon ein paar Wochen an der Spitze der Behörde, doch nun ist es auch offiziell: Der neue Berliner Polizeipräsident Klaus Kandt wurde am Dienstag mit einem Festakt in sein Amt eingeführt.

Zahlreiche Menschen sitzen im Alten Stadthaus bei der Amtseinführung von Polizeipräsident Klaus Kandt (Foto: dpa)

Festveranstaltung im Alten Stadthaus. 

Im Alten Stadthaus hinter dem Roten Rathaus versammelten sich zahlreiche Politiker, führende Beamte der Hauptstadt-Polizei und weitere Vertreter gesellschaftlicher Gruppen. An gleicher Stelle war Kandts Amtsvorgänger Dieter Glietsch im Mai 2011 verabschiedet worden.

Der aus Baden-Württemberg stammende Kandt leitet Deutschlands größte Landespolizei bereits seit Anfang Dezember. Zuvor war der 52-Jährige Präsident der Bundespolizei in Berlin und Brandenburg und Polizeipräsident in Potsdam.

"Die Aufgabe ist groß"

Frank Henkel und Margarete Koppers (dpa-Archivbild)

Margarete Koppers war auch schon als Chefin gehandelt worden. Aber Klaus Kandt gilt als Mann von Innensenator Henkel (l). 

Innensenator Frank Henkel (CDU) lobte bei der Feier die langjährige Erfahrung und den Tatendrang Kandts.

Er zeigte sich überzeugt, dass Kandt die größte deutsche Polizeibehörde mit 22.000 Beamten und Angestellten als exzellenter Fachmann "mit Besonnenheit und Weitsicht" leiten werde, sagte Henkel und betonte: "Die Aufgabe ist groß." Dazu gehöre auch, dass Kandt die Herausforderungen mit möglichen Krawallen am kommenden 1. Mai  bewältigen und die bewährte Strategie weiter entwickeln werde.

Henkel bedankte sich ausdrücklich für die Loyalität von Polizei-Vizepräsidentin Margarete Koppers, die die Hauptstadtpolizei monatelang kommissarisch geleitet hatte.

"So ein Amt gibt es nur einmal"

Polizeipräsident Klaus Kandt (dpa, Dezember 2012)

Ein Hardliner sei er nicht, hob Klaus Kandt hervor. 

Der neue oberste Polizist der Hauptstadt bedankte sich anschließend: "So ein Amt gibt es in Deutschland nur einmal." Kandt betonte, Ängste vor ihm als angeblichen "Hardliner" seien unnötig. "Die stärkste Waffe der Polizei ist das Wort. Das ist tatsächlich ein Lieblingszitat von mir."

Er fühle sich in Berlin am richtigen Platz. "Das ist Polizeiarbeit so wie ich es haben wollte" Er schaue auch voller Zuversicht auf den 1. Mai und sei überzeugt, dass der Einsatz gelingen werde.

Koppers, die sich auch um den Präsidentenposten beworben hatte und unterlag, würdigte die "friedensstiftende Kraft" der Polizei. Kandt hätte nun das "schwierigste und aufregendste Amt, das die Polizei zu bieten hat". Dafür sei aber jeder Tag spannend.

Wowereit ließ schon am Montag grüßen

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) begrüßte den neuen Polizeipräsidenten schon einen Tag vor der offiziellen Amtseinführung. "Ich freue mich, dass mit der Ernennung Kandts die Polizeiführung nun wieder komplett ist", hieß es in einer am Montag verbreiteten Mitteilung. Einen besonderen Dank richtete auch Wowereit an Polizeivizepräsidentin Margarete Koppers.

Innensenator hatte erste Ausschreibung gestoppt

Kandt hatte bereits im Dezember seine Ernennungsurkunde überreicht bekommen und ist seither im Dienst.

Das Spitzenamt war frei geworden, als der langjährige Polizeipräsident Dieter Glietsch im Dezember 2010 seinen Rückzug ankündigte und im Juli 2011 in Pension ging.

Es folgte ein politisches und juristisches Gezerre. Innensenator Henkel stoppte schließlich das erster Ausschreibungsverfahren, nachdem ein Interessent mehrfach erfolgreich dagegen geklagt hatte.

Stand vom 29.01.2013

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 29.01.2013 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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