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Der SPD-Politiker fiel auch als Berliner Finanzsenator mit provokanten Äußerungen auf.
Nach seinen umstrittenen Äußerungen über Ausländer wird Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin teilweise entmachtet.
Der 64-Jährige verliert seine Zuständigkeiten für den wichtigen Bereich Bargeld. Künftig ist er nur noch für Informationstechnologie und Risiko-Controlling verantwortlich. Das teilte die Deutsche Bundesbank nach einer Vorstandssitzung am Dienstag in Frankfurt mit.
Damit fiel der Machtverlust jedoch nicht so stark aus wie erwartet. Vor der Vorstandssitzung war darüber spekuliert worden, dass Sarrazin nur ein Aufgabengebiet bleiben würde.
Der erst im Mai in den Vorstand gewechselte Sozialdemokrat hatte sich in einem Interview kritisch über in Berlin lebende Türken geäußert und damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Die Bundesbank distanzierte sich daraufhin in einem ungewöhnlichen Schritt demonstrativ von den Äußerungen ihres
Vorstandsmitglieds und bezeichnete sie als diskriminierend.
Sarrazin entschuldigte sich später öffentlich für seinen Tonfall, lehnte einen Rücktritt aber ab. Vor seinem Wechsel zur Bundesbank war Sarrazin Finanzsenator in Berlin und auch in dieser Zeit immer wieder mit provokanten Äußerungen aufgefallen.
Linke und Grüne für Rücktritt Sarrazins
Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Berliner Abgeordnetenhaus, Udo Wolf, begrüßte die Entscheidung der Bundesbank. Allerdings hätte er einen Rücktritt Sarrazins konsequenter gefunden, sagte Wolf am Dienstag der rbb-Abendschau.
Auch der bildungspolitische Sprecher der Berliner Grünen-Fraktion, Mutlu, sagte der Abendschau, Sarrazin hätte wegen seiner verbalen Entgleisungen zurücktreten müssen.
Stand vom 13.10.2009
Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 13.10.2009 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
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