Sie sind hier:
rbbonline | Nachrichten | Politik


In Berlin war es wiederholt zu brutalen Übergriffen gekommen.
Nach mehreren brutalen Übergriffen sind in den Bahnen und Bussen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) seit Freitag zusätzliche Sicherheitskräfte im Einsatz.
Anstelle der bisher 120 Wachleute seien künftig bis zu 210 Mitarbeiter von privaten Sicherheitsfirmen im Einsatz, teilte BVG-Chefin Sigrid Nikutta am Freitag in Berlin mit. Nachts werden sie vor allem in besonders gefährlichen Bahnhöfen eingesetzt. Zudem sollen sie auch Fahrscheine kontrollieren, um die Zahl der Schwarzfahrer zu reduzieren.
Ein von Polizei, BVG und Senat verabschiedetes Sicherheitskonzept sieht außerdem 200 zusätzliche Polizisten vor. Zudem soll die Video-Überwachung ausgeweitet werden.
BVG-Chefin leht Alkoholverbot ab
Einen Bedarf für ein flächendeckendes Alkoholverbot auf Bahnhöfen sieht BVG-Chefin Nikutta nicht. Sie reagierte damit auf einen Vorschlag des Berliner Innensenators Ehrhart Körting (SPD). Alkohol enthemme, führe zu Streit und Schlägerein, begründete Körting sein Anliegen.
Schon jetzt sei laut Hausordnung übermäßiger Alkoholkonsum verboten, sagte Nikutta am Freitag vor Journalisten. Leute, die sich nicht angemessen verhielten, könnten schon jetzt aus Bahnen und Bahnhöfen verwiesen werden. Wer aber sein Feierabendbier schon auf dem Bahnhof geniesse wolle und sich dabei rücksichtsvoll verhalte, solle dies auch weiterhin tun dürfen.
Ein striktes Alkohlverbot sei nur denkbar, wenn es auch für alle Straßen und Plätze gelten würde und nicht nur für den Nahverkehr, erklärte die BVG-Chefin.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2011_07/bvg_setzt_mehr_sicherheitskraefte.html