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Blick auf eine Feierstunde im Bendlerblock

Geschichte

Bundeswehrgelöbnis und Gedenken an 20. Juli

In Berlin ist am Mittwoch mit mehreren Veranstaltungen an das gescheiterte Attentat auf Adolf Hitler vor 67 Jahren erinnert worden.

Führende Politiker legten in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand im Bendlerblock Kränze für die hingerichteten Attentäter nieder. An der Veranstaltung nahmen unter anderen Bundespräsident Christian Wulff, Bundestagspräsident Norbert Lammert, Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) teil.

Bei einer Feierstunde in der Gedenkstätte Plötzensee teil würdigte Wowereit den Widerstand gegen die Nazi-Diktatur. Die Menschen im Widerstand hätten auf ihr Gewissen gehört, statt Befehlen zu gehorchen, sagte der Regierende Bürgermeister.

Am 20. Juli 1944 hatten Offiziere um Claus Schenk Graf von Stauffenberg vergeblich versucht, Hitler mit einer Bombe zu töten. Das Attentat gilt als bedeutendster Umsturzversuch des militärischen Widerstands in der NS-Zeit.

Bundeswehrgelöbnis vor dem Reichstag

Bundeswehr Rekruten während eines Gelöbnisses (Bild dpa)

470 Soldaten legten das Gelöbnis ab. 

Vor dem Reichstagsgebäude in Berlin haben am Abend zum ersten Mal freiwillige Wehrdienstleistende ihr feierliches Gelöbnis abgelegt. An der Zeremonie nahmen 470 Rekruten teil.

Bundespräsident Wulff hob hervor, dass die Bundeswehr auch nach dem Aussetzen der Wehrpflicht in die Mitte der Gesellschaft gehöre. Er warnte zugleich vor Gleichgültigkeit gegenüber der Armee. Verteidigungsminister de Maizère betonte, dass Gesellschaft und Armee aufeinander angewiesen seien. "Ohne die demokratische Gesellschaft kann die Bundeswehr wenig ausrichten. Aber umgekehrt gilt auch: Ohne die Bundeswehr kann der demokratische Staat nicht bestehen."

Insgesamt traten in diesem Monat 3.400 Männer und Frauen freiwillig den Wehrdienst an. Das Gelöbnis findet jedes Jahr am 20. Juli im Gedenken an die Widerstandsgruppe um Graf von Stauffenberg statt.

Für die Veranstaltung sperrte die Polizei den Platz vor dem Gebäude und die umliegenden Straßen ab. In der Vergangenenheit gab es immer wieder Demonstrationen gegen das Gelöbnis, in den letzten Jahren flaute der Protest ab.

Stand vom 20.07.2011

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 20.07.2011 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2011_07/gedenken_an_hitler.html

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