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Die Berliner Grünen haben das Vorgehen der Behörden gegen die hungerstreikenden Flüchtlinge am Brandenburger Tor kritisiert. Die Landesvorsitzenden Bettina Jarasch und Daniel Wesener nannten den Umgang mit den Migranten am Montag "beschämend für die Stadt".
Polizei und Verwaltung setzten alles daran, den Protest der Flüchtlinge zu behindern. Trotz eisiger Temperaturen seien ihnen Zelte, Decken und Regenschirme weggenommen worden.
Appell von Czaja
Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) appellierte an die Demonstranten, angesichts der kalten Temperaturen "ihre Gesundheit nicht unverantwortlich aufs Spiel zu setzen". In Absprache mit dem Bezirk Mitte versuche der Senat jetzt, dass Notübernachtungsmöglichkeiten in der Nähe zur Verfügung gestellt werden.
Protest seit Mittwoch
Die Flüchtlinge protestieren mit ihrem Hungerstreik gegen die Asylpolitik in Deutschland. Sie demonstrieren seit vergangenem Mittwoch; einige befinden sich im Hungerstreik vor dem Brandenburger Tor. Sie gehören einer Gruppe von Flüchtlingen an, die Anfang September auf einem Protestmarsch von Würzburg nach Berlin kamen. Auf dem Pariser Platz halten sie seitdem eine Mahnwache, ein weiteres "Protestcamp"» befindet auf dem Oranienplatz in Kreuzberg.
Unter anderem fordern die Demonstranten eine Abschaffung der Flüchtlingsunterkünfte, einen allgemeinen Abschiebestopp und eine Arbeitserlaubnis für Asylbewerber.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2012_10/Kritik_am_Umgang_mit_Fluechtlingen.html