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Mitglieder des Kickboxteams Cottbus 09 e.V. sollen nach rbb-Recherchen ins rechtsextremistische Milieu verstrickt sein.
Nach dem rbb-Studio in Cottbus vorliegenden Informationen hatten mindestens vier ehemalige und aktive Vereinsmitglieder an einer sogenannten Adolf-Hitler-Gedenkfahrt im Mai 2011 teilgenommen. Dabei waren T-Shirts mit volksverhetzenden Aussagen getragen worden.
Bisher war bekannt, dass der aktuelle Europameister des Vereins, Mario Schulze, deswegen einen Strafbefehl erhalten hatte. An der Fahrt beteiligt war nach rbb-Informationen auch ein Sponsor des Vereins.
Neben der Fahrt werden den Personen noch verschiedene andere rechtsextreme Delikte vorgeworfen. Unter anderem sollen zwei Vereinsmitglieder bei einer 30er-Jahre-Motto-Party in SA-Uniformen mit Hakenkreuzarmbinden erschienen sein.
Der betroffene Verein hat sich zu den aktuellen Vorwürfen noch nicht geäußert, auf erste Hinweise auf Verbindungen von Vereinsmitgliedern und der Neonazi-Szene hatte er mit zwei Erklärungen im Internet reagiert. Darin werden vor allem die Medien kritisiert. Ein Vertreter des Landessportbundes kritisierte inzwischen den Umgang des Kickboxteams mit den Vorwürfen.
Die Stadt Cottbus und der zuständige Stadtsportbund verweisen auf eine gemeinsame Erklärung zu den neuen Vorwürfen, die gerade erarbeitet werde und Mitte der Woche veröffentlicht werden soll.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2012_10/cottbuser_kickboxverein.html