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Unbekannte Täter sind am Montagmorgen über einen unterirdischen Tunnel in eine Bankfiliale in Berlin-Steglitz eingebrochen.
Die Diebe durchbrachen laut Polizei in einer Tiefgarage eine Wand und gruben den etwa 30 Meter langen Tunnel, der in den Tresorraum der Volksbank-Filiale führte. Der Coup war offenbar von langer Hand vorbereitet.
Im Tresorraum brachen die Täter am Montagmorgen Schließfächer auf und erbeuteten Wertsachen. Was genau sie mitgehen ließen, muss noch geklärt werden. Die Höhe des Schadens ist bisher unbekannt.
Die Täter sind flüchtig. Nachbarn oder Passanten, die in den vergangenen Tagen auffällige Bauarbeiten in der Nähe der Bank bemerkt hätten, sollten sich melden, sagte ein Polizeisprecher am Montag dem rbb.
Tat von langer Hand geplant
Entdeckt wurde der Einbruch von der Feuerwehr. Gegen 6.15 Uhr hatte ein Anwohner Rauch in der Tiefgarage gemeldet. Die alarmierten Sicherheitskräfte fanden dann den Durchbruch in der Garage. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde das Feuer im Tresorraum und in der Garage vorsätzlich gelegt, um mögliche Spuren zu verwischen. In der Tiefgarage konnten die Täter unbehelligt graben und bauen, da es einzelne Stellplätze gebe, die mit Rolltoren abgetrennt und deshalb nicht von außen einsehbar seien.
1995 ereignete sich ähnlicher Bankraub
Der gutbürgerliche Bezirk Steglitz-Zehlendorf im Berliner Westen war wiederholt Schauplatz spektakulärer Banküberfälle und Geiselnahmen. Erst im Dezember - kurz vor Weihnachten - hatte ein Mann dort eine Bank überfallen. Er hielt neun Stunden lang einen Angestellten als Geisel in seiner Gewalt, bevor die Polizei ihn zum Aufgeben bewegte.
Für überregionales Aufsehen hatte 1995 ein Bankraub gesorgt. Damals überfielen sechs Männer eine Commerzbank-Filiale in Zehlendorf und nahmen 16 Geiseln. Die Täter entkamen mit ihrer Beute ebenfalls über einen selbst gegrabenen Tunnel. Sie wurden später gefasst und verurteilt.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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