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Knapp zwei Jahre nach seinem Tod ist Berlins berühmtester Eisbär in die Öffentlichkeit zurückgekehrt. Seit Freitag ist das Präparat im Naturkundemuseum ausgestellt.
Es sei eine würdevolle Präparation von Knut, die der besonderen Bedeutung des Eisbären gerecht werde, sagte der Generaldirektor des Museums, Johannes Vogel, bei der Vorstellung des neuen Ausstellungsstückes. Zu sehen ist Knut hinter Glasscheiben auf einem Felsen hockend. Das Präparat besteht aus Knuts echtem Fell, das mit einem speziellen Verfahren behandelt und über einen Kunststoffkörper gezogen wurde.
Seit Samstag können die Besucher den präparierten Bären einen Monat lang im Museumsfoyer anschauen. Allerdings ist der große Andrang am Samstag ausgeblieben, so rbb-Reporter David Donschen am späten Samstagmittag. Vier Wochen wird Knut im Museum zu sehen sein, dann wird er ab 2014 Teil der Ausstellung "Wert der Natur".
Tierschützer kritisieren Ausstellen von Knut
Immer wieder hatten Knut-Fans und Tierschützer kritisiert, den Bären auf diese Art zu verewigen. "Als Knut starb, gab es eine große emotionale Welle", sagt Vogel. Das Museum habe sich gemeinsam mit dem Zoo dazu entschieden, den Eisbären als wissenschaftliches Phänomen zu behandeln. Deswegen hätten einige Knut-Anhänger sogar Drohbriefe geschrieben. Andere hätten sich auf ein Wiedersehen mit ihrem Liebling gefreut.
Heftige Kritik kommt von der Tierschutzorganisation Peta. Man sei "nicht überrascht von dem geschmacklosen Verhalten des Berliner Zoos, Knuts Fell für das Anfertigen einer Skulptur herzugeben", heißt es in einer Stellungnahme. Schon zu Lebzeiten habe der Zoo seinen Star gnadenlos vermarktet. Museumsdirektor Vogel bestreitet das: "Jeder der hier hinkommt in den nächsten vier Wochen kann Knut sehen, bewundern, bestaunen, beweinen, belachen - ohne Eintritt zahlen zu müssen."
Erinnerung an Knut
Knut war 2011 überraschend verstorben: Vor den Augen der Zoobesucher drehte er sich mehrmals im Kreis und stürzte leblos in ein Wasserbecken. Bei der anschließenden Untersuchung stellte sich heraus, dass er an einer Gehirnerkrankung gelitten hatte.
Seit dem vergangenen Oktober erinnert im Zoologischen Garten eine Bronzeskulptur mit dem Titel "Knut der Träumer" an den Eisbären. Sie wurde direkt neben dem Eisbärengehege aufgestellt.
Außerdem steht auf einem Friedhof in Spandau ein Marmorstein für Knut - direkt neben dem Grab von Tierpfleger Thomas Dörflein, der den kleinen Eisbären mit der Flasche aufgezogen hatte. Dörflein starb 2008 an einem Herzinfarkt.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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